Außergewöhnliches Programm aus Spiel- und Dokustreifen

von Redaktion

Die 19. Musikfilmtage Oberaudorf feiern im Juli Kino, Musik und Kultur

Oberaudorf – Die 19. Musikfilmtage Oberaudorf finden in diesem Jahr vom 7. bis 12. Juli im oberbayerischen Inntal statt. Vor herrlicher Alpenkulisse und in familiärer Festivalatmosphäre erwartet die Besucher ein außergewöhnliches Programm aus Spiel- und Dokumentarfilmen.

Eröffnet wird das Festival am Dienstag, 7. Juli, im Kursaal Oberaudorf mit der spanischen Tragikomödie „So klingt das Leben“. Der Film handelt von einer Fischergemeinde, die nach einem Unglück über die Teilnahme an einem Musikwettbewerb wieder neuen Lebensmut schöpft.

Die Kooperation mit den benachbarten Tiroler Festspielen Erl wird in diesem Jahr fortgeführt. Im großen Saal des Festspielhauses Erl wird am Mittwoch, 8. Juli, der Stummfilm „Beggars of Life“ von Regisseur William Wellman gezeigt – live untermalt von dem britischen Pianisten Neil Brand und der vierköpfigen Londoner Band „The Dodge Brothers“. In den Spielorten der Musikfilmtage, im Kursaal, Kurpark und dem Refektorium im Kloster Reisach, wird in diesem Jahr wieder eine Auswahl an Filmen gezeigt, die alle das Thema Musik eint. Als Open-Air-Vorstellungen werden der Elvis Presley-Konzertfilm „Epic: Elvis Presley In Concert“ von Regisseur Baz Luhrmann und das Michael-Jackson-Biopic „Michael“ zu sehen sein.

Fans aller Musikgenres werden filmisch auf ihre Kosten kommen: Jazzfans können sich auf das Biopic „Everybody Digs Bill Evans“ über das Leben des New Yorker Jazzpianisten freuen. In „The Loneliest Man in Town“ wird der Wiener Bluesmusiker Al Cook porträtiert. Klassikfans kommen bei dem Kostümfilm „Chopin – Eine Sonate in Paris“ auf ihre Kosten und die Dokumentation „Über Unterbiberger“ thematisiert die Unterbiberger Hofmusik, die Jazz mit Volksmusik vermischt.

Auch für Metal-Fans ist etwas geboten: In Zusammenarbeit mit dem DOKfest München läuft die Dokumentation „Wacken – Hearts Full Of Metal“ über das Musikfestival und dessen Gründer. Der Dokumentarfilm „Iron Maiden: Burning Ambition“ erzählt die Aufstiegsgeschichte der Band vom Pub-Act zu einer Metal-Legende.

Die Filmemacher sind häufig selbst vor Ort, um ihre Filme zu zeigen. So präsentiert die Berliner Regisseurin Magda Zieba-Schwind ihre Dokumentarfilme über die Musikszene Polens in „Modern – Lebendig – Selbstbewusst: Musiklandschaft Polen“ und eine Japanreise der Berliner Philharmoniker in „Dreaming of the Waldbühne“. Außerdem wird der bekannte österreichische Reise-Schriftsteller und Kolumnist Karl-Markus Gauß zu Gast sein und zu einer Lesung laden: Er ist der Protagonist in dem Dokumentarfilm „Schlendern ist mein Me-tier“ von Johannes Holzhausen.

Als Abschlussfilm präsentieren die Musikfilmtage den Cannes-Höhepunktfilm „Vaterland“, der dort mit dem Preis für die Beste Regie ausgezeichnet wurde. In dem biografischen Drama brillieren Hanns Zischler und Sandra Hüller in den Rollen von Thomas Mann und seiner Tochter Erika.

Ganz besondere Perspektiven liefert das Kurzfilmprogramm mit vier Beiträgen in Kooperation mit der HFF München und dem Landshuter Kurzfilmfestival.

Als Kinder- und Familienfilme werden „Das geheime Stockwerk“ und das Roadmovie „Zirkuskind“ zu sehen sein. Im Zusammenhang mit den Musikfilmtagen Oberaudorf findet am 11. Juli im Gasthaus Brünnstein am Bahnhof auch eine Veranstaltung mit der Fachhochschule Kufstein statt. Zum Thema „Grenzüberschreitende Kulturkooperationen“ treffen sich Festivals aus Bayern und Tirol zum Erfahrungsaustausch.

Einer der Höhepunkte des mit dem Kulturpreis des Landkreis Rosenheim ausgezeichneten Festivals ist der Frühschoppen am Sonntag, 12. Juli, im Gasthaus Waller in Reisach. Als Gäste sind die vielfach ausgezeichnete Regisseurin Margarethe von Trotta und der langjährige Leiter der Berliner Filmfestspiele, Dieter Kosslick, geladen.

Das Programm sowie alle Informationen und Tickets für die Vorführungen finden sich unter musikfilmtage-oberaudorf.de/. Aktuelle Einblicke, Trailer und Festival-Updates gibt es auf Insta-gram: @musikfilmtageoberaudorf.

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