Gedanken zum Thema „Kopf“

von Redaktion

Ausstellung in der Alten Wache

Traunstein – Die beiden Künstlerinnen Jutta Mayr aus Neubeuern, Senta Strähhuber aus München und der Künstler Herbert Stahl aus Chieming präsentieren in ihrer Ausstellung „überkopf“ in der Alten Wache im Rathaus Traunstein Arbeiten, in denen sie Gedanken zum Thema „Kopf“ bildnerisch umsetzen.

Jutta Mayr zeichnet seit mehr als 35 Jahren hauptsächlich Menschen. Ihre Zeichnungen, ausgeführt in Tusche mit selbst hergestellten Natur-Stöckchen und Chinapinsel entstehen schnell, spontan.

Reduzierung und Flüchtigkeit

Durch die Reduzierung und die scheinbare Flüchtigkeit werden Spannung, Haltung und Wesensmerkmale der Porträtierten sichtbar. In ihren Überlegungen zum Zeichnen selbst sagt Jutta Mayr: „Eine Linie ist immer ehrlich, in ihr kann man nichts verbergen“, „Die Linie ist nicht Hilfsmittel, um etwas zu beschreiben; sie selbst ist die Erzählung“ oder „Eine Linie braucht keine Überlegung, sie ist ihr grundsätzlich überlegen.“

Herbert Stahls Farbstiftzeichnungen entstehen mit feinsten Strichüberlagerungen und expressiven Strichen. Bei der Betrachtung seiner Zeichnungen drängen sich Assoziationen von Köpfen auf. Er spielt zeichnerisch mit der Realität. Strahls Zeichnungen können auch als surrealistisch bezeichnet werden.

Charakteristische Gesichtszüge

Senta Strähhuber, die jüngste in der Gruppe, präsentiert Porträtköpfe, gefertigt aus Marmor, Holz, Keramik und Porzellan. Es interessieren sie charakteristische Gesichtszüge, Stimmungen der Freude, des Verschlossenseins. In ihrer Ausbildung zur Holzbildhauermeisterin in München hat sie sich im vergangenen Jahr und heuer immer wieder mit dem Thema Kopf auseinandergesetzt. In ihrem Gesichterriff sind die Köpfe umspült, überwuchert, verkrustet, vereinfacht und verformt.

Die Ausstellung „überkopf“ wird am Freitag, 5. Juni um 19 Uhr eröffnet, sie dauert bis zum 14. Juni und ist täglich von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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