Bruckmühl – Die Ausstellung „WOrte“ lädt das Publikum zu einer poetischen Spurensuche an die Randbereiche der Sprache ein. In der Galerie Markt Bruckmühl lenken die drei beteiligten Künstler Albert Coers, Flavio Cury und Günter Nosch den Blick auf das Wechselspiel von Zeichen und Bedeutung, auf den zwingenden, jedoch alles andere als eindeutigen Zusammenhang von Worten und der Realität, die sie beschreiben.
Albert Coers, der in München und Berlin lebt, untersucht das Verhältnis von Namen und Orten. Unter anderem bringt er zwei seiner ortsbezogenen Arbeiten aus dem öffentlichen Raum in den neuen Kontext der Galerie: Straßen Namen Zeichen (2018) und Straßen Namen Leuchten – ein Denkmal für die Familie Mann (2025).
Flavio Cury, ein in München lebender brasilianischer Künstler, erforscht in seiner Arbeit die Instabilität von Zeichen und ihren Bedeutungen. In Bruckmühl deformiert er Worte so, dass sie ihre ursprüngliche Funktion verlieren. Günter Nosch, der in Weilheim lebt, arbeitet mit minimalistischer Poesie, die in sichtbarer und verdichteter Form Worte setzt oder auch versetzt. Ziel solcher Setzungen ist es, Worten auf den Grund zu gehen oder Beziehungen zwischen Worten aufzuzeigen.
Unter dem Titel „Poetische Systeme“ findet am Sonntag, 21. Juni, um 17 Uhr im Rahmen der Ausstellung eine Lesung mit Jochen Glaser und Günter Nosch statt. Die Künstler stellen eine Auswahl minimalistischer Poesie vor und erläutern die Idee eines „poetischen Systems“.Am Sonntag, 28. Juni, ab 12 Uhr gibt die Opernbühne Bad Aibling in der Galerie eine Einführung in die Oper „Le nozze di Figaro“.