Erl – Die Erler Sommer-Festspielsaison 2026 wartet mit drei neuen Opernproduktionen auf. Den Auftakt macht die Kantate Cléopâtre von Hector Berlioz gemeinsam mit Giacomo Puccinis Oper „Suor Angelica“. Im Festspielhaus inszeniert diese Gegenüberstellung die britische Regisseurin Deborah Warner. Die Puccini-Oper erzählt die Geschichte einer Ordensschwester, die – von der Oberin gegängelt – vom Tod ihres Kindes erfährt und sich aus Kummer vergiftet. Dazu stellt Warner das Monodram von Berlioz, das die letzten Lebensminuten von Königin Kleopatra nach der Einnahme des tödlichen Gifts schildert. Musikalischer Leiter ist der London-Philharmonic-Chefdirigent Edward Gardner. Zwei Sopranistinnen unterschiedlicher Generationen verkörpern die Hauptpartien: Véronique Gens ist Cléopâtre und Corinne Winters ist Suor Angelica. Premiere ist morgen, 3. Juli.
Im Passionsspielhaus führt Josef E. Köpplinger, Intendant des Gärtnerplatztheaters München, Regie bei Wagners „Der fliegende Holländer“. Bariton Christopher Maltman singt den Holländer. Nina Bezu verkörpert Senta, und der Tenor Jamez McCorkle gibt den Erik. Premiere ist am Samstag, 11. Juli.
Präsentiert wird in Erl auch die im Vorjahr mit großem Erfolg in Amsterdam uraufgeführte Oper „We Are The Lucky Ones“ des britisch-deutschen Komponisten Philip Venables. „We Are The Lucky Ones“ basiert auf Interviews mit dutzenden Menschen aus der Generation geboren zwischen 1940 und 1949. Ein Großteil der Originalbesetzung der Uraufführung samt Dirigent Bassem Akiki gestaltet das Werk auch im Festspielhaus Erl. Premiere ist am Samstag, 18. Juli. Das gesamte Programm sowie Karten unter www.tiroler-festspiele.at.