„Mixed Vision“ in der Galerie am Markt in Neubeuern

von Redaktion

Veronika Berndt und Simone Liebhardt zeigen ihre Werke bis 21. Juni

Neubeuern – Kunst auf Leinwand trifft Fotografie oder die Malerin Veronika Berndt, Mitglied des Künstlerkreises Neubeuern, lädt die Fotografin Simone Liebhardt als Gast zu ihrer Ausstellung „Mixed Vision“ ein.

Veronika Berndt, im Hauptberuf Systemische Beraterin und pädagogische Mitarbeiterin im Familienbüro der Technischen Hochschule Rosenheim, hat sich das Malen autodidaktisch beigebracht. Aufgewachsen in einer künstlerischen Familie waren Kunst und Ausstellungen zwar immer präsent, aber erst vor zweieinhalb Jahren begann sie, ganz ohne spezielle Ausbildung, zu malen.

„Ich wollte gerne ein Bild für mein Haus haben in Neonfarben“, so erzählt sie, „weil diese Farben so leuchten und so eine Kraft und Präsenz haben. Ich bin da total frei rangegangen. Es war wie eine Explosion und es hat mir viel Kraft und Ruhe gegeben“. Von Anfang an hat sie abstrakt gemalt, denn „das Gegenständliche ist für mich eine Begrenzung, nur die Abstraktion gibt mir ein Gefühl von Freiheit“.

Aus diesem Grund gibt sie ihren Bildern auch englische Titel, denn dann ist man freier in der Interpretation. Beispielsweise geht es bei dem Bild „Cry loud“, darum, sich zu trauen laut zu weinen und sich nicht dabei zu verstecken. Die Neonfarben bringen in die Depression und Trauer das Befreiende.

Wenn man den „Fight the Demons“, also den Kampf der inneren Dämonen, annimmt und akzeptiert, ist man bereit für den „Dance with the Demons“. Auch bei der Serie „Release“ geht es um das Freilassen und Rauslassen.

Auch die Fotografin Simone Liebhardt ist Autodidaktin. Sie fotografiert schon, seit sie denken kann. Aber zum Beruf hat sie die Fotografie erst vor fünf Jahren gemacht, nachdem sie in einem Workshop besondere Techniken, insbesondere Lichttechniken, erlernt hat. Beruflich fotografiert sie Familien, Kinder und Hochzeiten, privat sucht sie nicht explizit nach Motiven, die passieren einfach. Bei der Landschaftsfotografie ist sie von einem Ausschnitt fasziniert. Die Fotografie „Handschrift der Erde“, fotografiert in den Drakensbergen in Südafrika, ist im Gehen entstanden. „Da war ein Stein am Boden, der hat mich einfach geflasht“, berichtet Simone Liebhardt, „dieser Stein ist vielleicht für manche unscheinbar, aber ich habe sofort gesehen, dass da dieses Terrakotta, dieses Rosé, dass alle Farben drin sind.“ Auch der „Sternenstaub“ und das „Sternenmeer“ sind in den Drakensbergen entstanden. Beim „Tiefenrausch“ am Kap der guten Hoffnung bekommt man einen Eindruck von der Gewalt des Zusammentreffens des Atlantischen und Indischen Ozeans.

Aber auch in unseren Breiten sind faszinierende Bilder entstanden. Auf dem Weg nach München ist sie stehen geblieben und hat das „Himmelsglühen“ mit der Kamera eingefangen. „Unscheinbar einzigartig“ ist diese Pflanze aus der Nicklheimer Filze und „Taufrisch“, erfrischen könnte man sich mit diesem Bild während einer Hitzewelle. Oder man hört einfach zu beim „Blütenflüstern“ oder sieht zu „Wo das Licht tanzt“.

Besondere Moment gibt es immer in den Dolomiten, weil dort „Wege entstehen im Gehen“. Aber auch der „Morgenglanz“ und der „Sonnenregen“ lassen „Raum für Fantasie“, denn „Schönheit bleibt“.

Die Ausstellung ist noch bis zum 21. Juni zu sehen, und zwar am kommenden Freitag von 18 bis 20 Uhr, am Samstag von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 11 bis 19 Uhr. Am Freitag gibt es ab 18 Uhr mit musikalischer Unterhaltung Führungen durch die Ausstellung.

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