Operetten-Melodien beschwören in der Reithalle die Liebe

von Redaktion

Solisten und Chor stimmen auf Schloss Maxlrain auf die bevorstehenden Opern-Aufführungen ein

Tuntenhausen – Mit bekannten Melodien und stimmgewaltigen Darbietungen haben sieben Solisten und der Opernchor das Publikum in der Reithalle von Schloss Maxlrain begeistert. Das Konzert rund um das Thema Liebe bot zugleich einen Vorgeschmack auf die kommenden Aufführungen.

„Da draußen im duftigen Garten, ….“: Mit diesem Lied von Oscar Straus aus „Ein Walzertraum“, das Virgil Hartinger, Brett Pruunsild und Sophie Schneider vortrugen, eröffneten die drei Solisten den Reigen zahlreicher Arien und Duette des Vormittags. Das Lied passt gut zum Veranstaltungsort, der Reithalle von Schloss Maxlrain, denn das Gebäude ist eingebettet in die grünen Wiesen der bayerischen Voralpenlandschaft. Weiter lautet der Text: „Da hörte ich lockende Klänge, die echteste Wiener Musik, ein Schluchzen war es und Klagen, ein Lachen und Weinen zugleich. Das Lied aus vergangenen Tagen erschloss mir das Himmelreich.“ Dieses Himmelreich, die Liebe, war Thema aller weiteren Lieder.

Sieben Solisten, vier Frauen, drei Männer und der Maxlrainer Opernchor gestalteten das Gesangsprogramm mit betörenden Stimmen. Die meisten der Sänger haben ihre Ausbildung am Mozarteum in Salzburg absolviert und sind den Maxlrainer Opernbesuchern aus vergangenen Jahren bekannt.

Drei Neulinge gab es: Sophie Schneider, die nicht nur mit ihrer facettenreichen Stimme, sondern auch mit ihrer anmutigen Bewegung beeindruckte. Dares Hutawattana, deren Grazie und Sanftmut ihre umfangreiche Stimme ergänzte, und Brett Pruunsild, dessen beherzter Auftritt mit seiner sicheren Gesangsstimme harmonierte.

Eine gute und beliebte Bekannte der Opernbühne ist Karolina Plicková, die schon in mancher Maxlrainer Aufführung in einer Hauptrolle auftrat und hervorragende Kritiken erhielt. Ihr Stimmvolumen ist beachtlich, was sie auch dieses Mal unter Beweis stellte, zum Beispiel in dem Lied aus Emmerich Kálmáns „Gräfin Mariza“ „Hör ich Zigeunergeigen“.

Dass Liebe nicht immer beantwortet wird, zeigt das Lied aus „Die Lustige Witwe“ von Franz Lehár mit dem Titel „So kommen Sie!“. Virgil Hartinger als Camille fleht Valencienne an, seine Liebe zu erhören. Mit voluminöser Stimme bittet er: „denn wahre Liebe wagt und nimmt sich nie in Acht!“ Matthias Bein, Bass-Bariton, trug mit melodiöser Stimme zur allgemeinen Begeisterung Karl Millöckers „Dunkelrote Rosen“ aus der Operette Gasparone vor. Und Katharina Wittman hatte mit ihrer klaren, dominanten Stimme mehrere Auftritte, unter anderem „Heia, heia, in den Bergen da ist mein Heimatland“ aus der Csárdásfürstin von Emmerich Kálmán.

Der Maxlrainer Chor setzte einigen der Vorträge noch Glanzlichter auf. Und Chariklia Apostolu begleitete im Wechsel mit Dana Assylbekkyzy mit virtuosem Können auf dem Flügel. Das Gesamtkonzept stammte von Apostolu. Die Reithalle war beinahe ausverkauft, die Besucher applaudierten ausdauernd und stark.

Ute Bößwetter

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