Gstadt – „Lebenslustig – Malerei und Objekte“ ist der Titel einer Ausstellung, die noch bis Sonntag, 5. Juli, im Haus des Gastes zu sehen ist. Die beiden Künstlerinnen Mechthild Taschner aus Rosenheim und Edith Brose aus Bad Aibling sind beide Mitglieder des Samerberger Künstlerkreises und haben sich dort auch kennengelernt.
Mechthild Taschner kreiert Objekte und lässt in diesen Literatur, mit der sie sich gerne beschäftigt, lebendig werden. Immer wieder erzählt sie in der Gestaltung Geschichten. Ihre Aquarelle verwendet sie oft als Hintergrund in Objektkästen. Taschner behandelt in ihrer Arbeit politische, humorvolle und kritische Themen. Kunst ist für sie ein Lebensbegleiter. Spannung und Raum für eigene Interpretationen vermitteln die Werke „Die Erfindung des Lebens“, „Die wunderbaren Jahre“ und „Mitunter sogar Lachen“. Mechthild Taschner arbeitet aber auch noch mit anderen kreativen Motiven, nämlich mit Präparaten von Tumorzellen. Im Hinblick auf ihre beruflichen Tätigkeit in der gynäkologischen Zytologie, setzt sie die Präparate in Kunst um. Hintergrund ist vor allem das Interesse am Entstehen von Krebserkrankungen, das Sehen und Interpretieren von Präparaten, vor allem auch im Hinblick auf die dazugehörigen menschlichen Geschichten.
Edith Brose malt in Acryl, erarbeitet aber auch beeindruckende Collagen. Abstrakte Kunst ist ihr Lieblingsthema. Oft werden in ihren Werken auch Urlaubseindrücke oder Fotos umgesetzt. Die Farbkompositionen sind ansprechend. Es sind zum Teil imposante Werke in Gelb, Türkis und Blau.
Interessant auch ein schwarzer Berg mit roter Lava, oder Bilder mit großen Farbfeldern in Weiß, Orange und Gelb. Edith Brose hat Innenarchitektur studiert und widmet sich seit etwa drei Jahren der Malerei.
Geöffnet ist die Ausstellung täglich von 12 bis 18 Uhr. Dr. Friederike Gloßner