Regional vernetzt und offen für neue Impulse

von Redaktion

Der Sommerempfang des Kulturforums Rosenheim lädt ein zu Austausch und Begegnung

Rosenheim – „Nichts Schöneres unter der Sonne als unter der Sonne sein!“ – ein Zitat von Ingeborg Bachmann begrüßte die zahlreichen Gäste beim Sommerempfang des Rosenheimer Kulturforums im Bildungswerk in der Pettenkoferstraße. Das Kulturforum ist der Dachverband von Stadt und Landkreis Rosenheim für alle, die im Bereich Kultur tätig sind oder sich dafür engagieren. Der Treff diente dem informellen Austausch und der Vernetzung. Vorsitzender Reinhart Knirsch und Zweiter Vorsitzender Dr. Markus Roth eröffneten den Abend zur Powerpointpräsentation, auf der nach und nach die vielen Mitglieder alphabetisch eingeblendet wurden. Knirsch bedankte sich beim Kulturreferenten der Stadt Wolfgang Hauck und bei Kulturreferentin Anke Hellmann vom Landkreis – mit beiden gebe es eine hervorragende Zusammenarbeit. Humorvoll hinterfragte Knirsch die Rolle der „KI“ in der Kultur und meinte, die schönen Dinge solle man nicht an die Maschinen abgeben. Die Arbeit des Forums sei analog zu verstehen, daher gebe es perspektivisch auch neue Formate wie ein Kulturcafe´ und einen Kulturstammtisch. Ein weiterer Ansatz widme sich der „Sichtbarkeit“ von Kultur in der Stadt, so werde nach mehr Plakatiermöglichkeiten gesucht.

Die Dritte Bürgermeisterin der Stadt, Gabriele Leicht, betonte die Rolle des Kulturforums als Plattform und „wichtige Stimme“ in der Stadt für die Kultur, das Programm „Kultur für alle“ ermögliche kulturelle Teilhabe auch für weniger Betuchte. Das aktuelle „Transit Art“-Festival sei ein weiterer Faktor für niedrigschwelliges Kennenlernen von Kunst und Kultur.

Freilich gab es in dem lockeren und offenen Rahmen auch ein Kulturprogramm, das aus dem Nachbarlandkreis Traunstein importiert wurde. Das Alphornensemble der Marktkapelle Grassau, deren Mitglieder in der bekannten Grassauer Musikschule ausgebildet wurden, demonstrierte großes instrumentales Können. Neben Verdi, einem Triumphmarsch und einem Allgäuer „Alphorn-Move“ stand eine Duo-Komposition von Robert Zollitsch auf dem Programm, seines Zeichens Experte für Musik aus China und der Mongolei. Rhythmisch im Stile von Didgeridoos regte das Stück mit einem Mix aus Jazz und Weltmusik und einigen Zwischenrufen der Musiker Gehörgänge und Beine an. An den Tischen rund ums Buffet traf sich ein breites Spektrum von Kulturschaffenden und -organisatoren, von den „Rosenheimer Autoren“ über die Goethe-Gesellschaft bis hin zu „Le Pirate“ und Kunstverein sowie interessierten Einzelpersonen. Andreas Friedrich

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