Bad Endorf – In Bad Endorf tut sich was. Zwar bietet dort Marias Kino ein hochkarätiges Filmprogramm und ab und an auch ein Konzert, einzelne Veranstaltungen inszenieren auch das „Kultwerk“ oder die Orangerie. Doch rund um die Gärtnerei in Jolling möchte das junge Team vom neu gegründeten Verein „Kulturgewächs Jolling“ frische Impulse für Bad Endorf setzen und im Glashaus verstärkt Kultur kredenzen, vor allem Konzerte und Theater. Vom neuen Verein beantwortete Lukas Roth unsere Fragen.
Lieber Herr Roth, jetzt gibt es einen neuen Kulturverein in Bad Endorf: Was genau habt Ihr vor und ist es Zeit für frische Impulse in Bad Endorf?
Ich denke, Bad Endorf hat für seine Größe ein durchaus interessantes Kulturangebot. Das Feld, auf dem unser Beitrag zur Kultur in Bad Endorf noch wachsen kann, ist, denke ich, vor allem der Bereich, in dem Musik und Kunst professionell, aber nicht hoch-kommerziell ist, wo Inhalte gesellschaftliche und persönliche Tiefe, aber auch Humor und Lockerheit haben, und vor allem von einem positiven und sozialen Menschenbild geprägt sind. Das ist auch die Schnittmenge, die wir mit den ganzen anderen Bereichen, die in Jolling stattfinden, haben. Wie zum Beispiel die Solidarische Landwirtschaft, die integrative Arbeit und der Nachhaltigkeits-Aspekt, unter dem dort alles entsteht.
Wo finden die Veranstaltungen statt?
Unser Verein ist entstanden aus dem Umfeld der Gärtnerei Jolling und dem dortigen Hofcafé, das immer am Freitag von 12 bis 17 Uhr geöffnet ist und unsere Gäste auch bei den Veranstaltungen mit Speis und Trank versorgt. Im vorderen Bereich im Glashaus stellen wir die Bühne auf. Mit diesem Standort schaffen wir eine außergewöhnliche Location für sehr besondere Konzerterlebnisse für Musikerinnen und Publikum.
Das Konzert mit DOTA ist ja schon ausverkauft. Wie seht Ihr das Potenzial vom Publikumszuspruch her?
Wir sind froh, mit DOTA und Dreiviertelblut – die kommen am 16. Oktober – schon zwei sehr etablierte Bands zu Gast zu haben. Aber uns ist es, wenn wir ein Projekt gut finden, nicht wichtig, wie bekannt es ist, und wollen nächstes Jahr unserem Publikum auch das ein oder andere zum Neuentdecken präsentieren. Wir sind glücklicherweise gut vernetzt mit der deutschsprachigen Independent-Popszene und der regionalen Theaterszene.
Andreas Friedrich