Doll Circus beim Waikiki-Festival

von Redaktion

Das Waikiki-Festival in Staudach-Egerndach hat die Besucher mit hawaiianischem Flair, Sand und Livemusik begeistert. Bei der 21. Auflage feierte die Gemeinde ausgelassen. Selbst ein kurzes Unwetter bremste die Stimmung der Gäste nicht.

Staudach-Egerndach – Einmal im Jahr herrscht Ausnahmezustand in der kleinen Gemeinde, nämlich dann, wenn fast die gesamte Gemeinde beim Waikiki-Festival fröhlich, friedlich, gemeinsam und ausgelassen feiert. Auf der großen Bühne haben sich die Bands, vorwiegend mit regionalem Bezug, getummelt, und vor der Bühne hat das Publikum getanzt.

Strandfeeling
trotz Regen

Seit 21 Jahren nunmehr gibt es Strandfeeling, hawaiianisches Flair und Livemusik, Spiel und Spaß und Campingleben beim Waikiki-Festival. Was die Jugendbewegung, die Veranstalterin des Festivals, damals initiiert hat, gehört nun zum Jahreslauf der Gemeinde und ist der Höhepunkt, an dem die Staudach-Egerndacher zusammenkommen und sich als hervorragende Gastgeber präsentieren können.

Auch in diesem Jahr war wieder alles bestens vorbereitet. Einige Tonnen Sand wurden vor der Bühne und im Stadel aufgeschüttet, um das Strandfeeling zu imitieren. Das Gelände war farbenfroh dekoriert, die Verkaufsbuden aufgestellt und in Szene gesetzt, Chillbereiche eingerichtet und der Campingplatz präpariert. Der Ruf der Jugendbewegung blieb nicht ungehört, und so strömten die Gäste zum Festival. Bereits am ersten Tag herrschte beste Stimmung.

„Me Worst and the Gimme Talents“ aus Obing mit ihrem punk-rockigen Sound eröffneten die Bühnenshow und gaben ab an die wilden Damen von „Doll Circus“, die mit rockigen Songs ordentlich Stimmung machten. Mit Puppen haben die fünf Frauen jedoch nichts gemein. Im Gegenteil, die fünf Frauen aus München überzeugten mit ihrem harten Sound, der an Hard Rock erinnern lässt. Bastian Starflinger, der die Interpreten ankündigte, meinte, dass die Damen mit „Spice’n’Roll“ aufwarten, einer würzigen Mischung mit großartiger Bühnenshow und tollen Stimmen. Die Frauen machten Platz für die jungen Männer der Würzburger Band „Udo West“, die eine Mischung aus Neuer Deutscher Welle, Pop und Synthie-Sound präsentierten und das Publikum noch weiter anheizten.

Die perfekte Stimmung übertrug sich auf den Hauptakt „Chapo 102“, den bekannten Rapper, der nun bereits sein drittes Soloalbum veröffentlichte. Nach seinem Auftritt ging es mit DJ-Musik weiter. Nach einem anstrengenden Eröffnungstag ging es am nächsten Morgen etwas ruhiger mit Weißwurstfrühstück und der Staudacher Musikjugend weiter.

Ein weiterer Höhepunkt ist seit einigen Jahren der Auftritt der Staudach-Egerndacher Blasmusik, die einfach dazugehört und jedes Jahr ihre wachsende Qualität unter Beweis stellt. Jedoch war den Musikanten nur eine halbe Stunde auf der großen Bühne vergönnt, denn dann zog der Himmel zu. „Sicherheit geht vor“, bedauerte Bastian Starflinger, denn auf der Bühne war es zu gefährlich, und die Musikanten mussten abbrechen. Doch wie auf Hawaii, so auch in Staudach-Egerndach: Es dauerte nicht lange, bis der Himmel wieder strahlenden Sonnenschein schickte. Der Sand trocknete schnell, und auf der Bühne begeisterten die beiden Münchner Freunde Paul und Murt von der Band „Ok Ok“, die seit 2024 gemeinsam auf der Bühne stehen und mit ihrem melodischen Gesang und ihren eingängigen Rhythmen für Begeisterung sorgten. Den Jungs gelang es, das Publikum nach dem Unwetter zu sammeln, damit sich dieses wieder den Acts auf der Bühne widmen konnte. Es waren schöne Melodien, schön zum Zuhören und Mittanzen.

Melodisch und ausgereift ging es mit „Jonoi“ aus Reit im Winkl weiter, und auch sie begeisterten. Nach einer kurzen Pause wickelte dann „Mista Wicked“ aus Rosenheim mit bayerischem Reggae die Zuhörer um den Finger. Aus Tirol reiste die Band „Rebel Musig“ an, die mit Reggae- und Hip-Hop-Sound auch gesellschaftskritische Texte, natürlich im Dialekt, brachte und begeisterte. Sie gaben ab an „Luegstoa C“, an die sieben jungen Burschen aus dem Inntal. „Tiavo“, die Band aus Saarbrücken, wohl mit der weitesten Anreise, machte dann den musikalischen Sack zu und zog nochmals alle Register, sodass das diesjährige Waikiki-Festival auch wirklich lange nachhallt. Das wird es sicherlich tun, denn entgegen allen Unkenrufen blieb das Wetter perfekt, so wie die Stimmung. Und genau so macht ein Festival Freude, wenn für jeden Musikgeschmack etwas dabei ist, wenn die Preise und die Bewirtung stimmen.

Förderung
der Jugend

Wenn sich dann die meisten auch noch durch Hawaiihemden, durch Beach-Outfit und durch Blumenketten zum Festival dazugehörig zeigen, dann haben die Staudach-Egerndacher wieder alles richtig gemacht. Ein Hoch auf alle, die geholfen haben, das Fest so zu organisieren. Zum Schluss noch der Hinweis, dass ein Verein, der sich die Förderung der Jugend auf die Fahne geschrieben hat, das Festival organisiert und die Einnahmen auch für diese wieder ausgibt. Ein wunderbares Miteinander!

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