Chor und Orchester ziehen Bilanz

von Redaktion

Innphilharmonie Rosenheim plant „Carmina Burana“ und erhöht Beiträge

Rosenheim – Mit 140 aktiven Musikerinnen und Musikern zählt die Innphilharmonie Rosenheim zu den größeren Ensembles der Region, und dieser Wachstumskurs soll fortgesetzt werden.

Bei ihrer Mitgliederversammlung am Montag (20. Juli) im Gasthof Höhensteiger zog der Verein Bilanz über ein arbeitsreiches Jahr und stellte künftige Pläne vor, wie die Innphilharmonie Rosenheim e.V. in einer Pressemitteilung mitteilt.

Cornelia Höhensteiger, Vorsitzende des Vereins, blickte demnach auf ihr erstes Jahr in dieser Funktion zurück. Sie betonte, dass ein so vielseitiger und anspruchsvoller Konzertbetrieb nur dann aufrechterhalten und weiterentwickelt werden könne, wenn viele Mitglieder mitdenken und sich ehrenamtlich einbringen.

Wie aus der Mitteilung hervorgeht, gewannen im vergangenen Jahr Kooperationen mit anderen Ensembles zunehmend an Bedeutung – etwa mit der Städtischen Blaskapelle, der Chorgemeinschaft Quirinus und dem Chor der Mädchenrealschule. Auch mit einem italienischen Chor aus Florenz habe es eine Zusammenarbeit gegeben, die zwar organisatorisch anspruchsvoll gewesen sei, aber zu gemeinsamen Konzerten in Rosenheim und Florenz geführt habe. Andreas Penninger, künstlerischer Leiter der Innphilharmonie, zeigte sich in seiner Ansprache noch immer beeindruckt von diesem Projekt: „Nie hätte ich mir träumen lassen, einmal Beethovens 9. Symphonie dirigieren zu dürfen.“ Eine besondere Ehre sei zudem die Mitgestaltung des 30-jährigen Jubiläums der Festspiele auf Gut Immling gewesen.

Laut Penninger sei es nicht immer einfach, 140 engagierte Musikerinnen und Musiker unter einen Hut zu bringen, da jeder Einzelne eigene Motivationen und Vorlieben mitbringe. So wäre etwa eine Aufführung von Werken Johann Sebastian Bachs wünschenswert, sei aber inzwischen aufgrund der Größe des Chors nicht mehr umsetzbar. Zudem hätten sich mit dem Generationenwechsel die Wünsche des Publikums deutlich verändert, worauf der Verein reagieren müsse – auch die Nachwuchsförderung bleibe dabei ein zentrales Anliegen.

Als nächstes große Projekt kündigte der Verein die Aufführung der „Carmina Burana“ von Carl Orff gemeinsam mit dem Quirinus-Chor an. Das Konzert soll am Sonntag (15. November) um 19 Uhr im Kuko stattfinden. Bei der Einstudierung des Chors werde man künftig tatkräftig von Veronika Burger als neuer Stimmbildnerin unterstützt, teilt der Verein weiter mit. Die Stelle der Konzertmeisterin im Orchester sei hingegen weiterhin unbesetzt. Da die Einnahmen aus dem Kartenverkauf im Kulturbetrieb nicht ausreichen, sei der Verein weiterhin auf Fördermitglieder, Fördermittel und die Jahresbeiträge seiner Mitglieder angewiesen. Diese Beiträge wurden per gemeinsamem Beschluss moderat angehoben.

Gleichzeitig gehöre zur solidarischen und inklusiven Vereinskultur, dass es ermäßigte Beiträge etwa für Studierende sowie Patenschaften für weniger betuchte Musikbegeisterte gebe. Für ihre 25-jährige Vereinstreue wurden bei der Versammlung Eva-Maria Glofke-Schulz, Barbara Huber und Kurt Schulz geehrt. Auch Lonika Herzog, die bis 2025 langjährige Vorsitzende des Vereins war und weiterhin als Bratschistin im Orchester aktiv ist, blickte auf ihre lange Vereinszugehörigkeit zurück: „Vier Jahre fehlen mir noch zum 60-jährigen Jubiläum“, schmunzelte sie.

Nach Angaben des Vereins habe sich die Innphilharmonie bei der Mitgliederversammlung erneut als lebendiges und engagiertes Ensemble mit vielversprechenden Plänen gezeigt – und mit der Bereitschaft, die anfallende Arbeit auf viele Schultern zu verteilen.

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