Bochum/Gera – Vor der Bruckmühler Radsport-Nacht, die am morgigen Freitag ab 19 Uhr über die Bühne geht, hat der am Samerberg lebende Radprofi Marcus Burghardt seine gute Form bei zwei Rennen unter Beweis gestellt. Der Tour-de-France-Fahrer vom Raublinger Rennstall Bora-hansgrohe siegte in Bochum und wurde Zweiter in Gera.
Beim Sparkassen-Giro in Bochum ging das Rennen über 60 Runden und knapp 80 Kilometer. „Da waren extrem viele Zuschauer und die Begeisterung war groß. Das hat Spaß gemacht“, so Burghardt, der sich entschlossen hatte, schnell aus dem Fahrerfeld auszureißen. Dem Samerberger gelang ein Rundengewinn, die weiteren Angriffe konnte er zunächst weitgehend abwehren, um dann noch einmal rauszufahren. „Der frühe Mut zu einem Angriff ist belohnt worden. Marcel Kittel war dabei und ich wusste, dass ich es dann nicht auf eine Sprintentscheidung ankommen lassen darf. Ich habe gute Beine gehabt und mich gut gefühlt“, so der amtierende deutsche Straßenmeister, der dann beim Dernyrennen Kittel den Vortritt ließ und dort den dritten Rang einfuhr. Wichtig war ihm der oberste Stockerlplatz in Bochum auch aus einem anderen Grund. „Ich musste gewinnen. Wir hatten unseren sechsten Hochzeitstag und ich brauchte noch Blumen für meine Frau“, erzählte Burghardt schmunzelnd.
Tags darauf stand Burghardt wieder auf dem Podium, beim Kriterium in Gera belegte er den zweiten Platz und erhielt viel Applaus – und das nicht nur wegen seiner sportlichen Leistung. Bei der Tour de France hatte Burghardt Utensilien mit Unterschriften, unter anderem von Kittel und Tour-Gesamtsieger Chris Froome, für einen guten Zweck versteigert. Den Erlös ließ der Samerberger dann in Gera springen, übergab 350 Euro an den Rad-Nachwuchs und 350 Euro an die Deutsche Kinderkrebsstiftung.re