Fussball-Bayernliga Süd

Reil und die Dachau-Bilanz

von Redaktion

Der Traunsteiner Trainer trifft heute um 19 Uhr auf seinen Ex-Verein

Traunstein – Jetzt wird’s knackig für den SB Chiemgau Traunstein in der Fußball-Bayernliga Süd: Es steht nämlich eine „Englische Woche“ auf dem Programm. Zum Start reist am heutigen Freitag um 19 Uhr der TSV Dachau 1865 nach Traunstein. Dann geht’s für den SB Chiemgau am kommenden Dienstag, also am Feiertag, um 17 Uhr beim ASV Neumarkt in der Oberpfalz weiter, ehe am Samstag darauf um 18.30 Uhr das Spiel gegen den TSV Schwabmünchen ansteht.

Nach der ersten Niederlage in der Saison beim FC Ismaning (0:1) zählt für SBC-Trainer Jochen Reil vor allem eines: „Wir wollen jetzt gut zurückkommen.“ Für ihn ist die heutige Partie übrigens eine ganz besondere: Denn der SBC-Trainer schnürte einst selber die Schuhe für den TSV Dachau 65 und war dort auch als Teammanager engagiert. „Da ist für mich natürlich schon ein gewisser Anreiz da“, gibt er unumwunden zu, „den möchte ich natürlich auch auf meine Spieler übertragen“.

Zumal ihn auch noch ein anderer Punkt gewaltig wurmt: Seit Reil beim SBC ist, gab’s bisher drei Begegnungen gegen eine Dachauer Mannschaft – und zwar jeweils gegen den ASV (Reils Heimatverein) in der Landesliga Südost. Die Bilanz: zwei Unentschieden und eine Niederlage. „Bisher ist es uns also nicht gelungen, ein Spiel gegen eine Dachauer Mannschaft zu gewinnen, das möchte ich gerne ändern“, sagt er.

Dabei warnt Reil aber eindringlich vor dem TSV Dachau 65. „Eine gefährliche Mannschaft“, weiß er. Zumal der TSV alles andere als gut aus den Startlöchern gekommen ist. Nur beim TSV Kornburg gab’s beim 4:1-Sieg Punkte, sonst hagelte es nur Niederlagen für das Team von Trainer Fabian Lamotte (0:1 gegen den TSV Schwaben Augsburg, 0:3 beim SV Pullach und 1:2 gegen den BCF Wolfratshausen). „Die sind also angezählt“, so Reil weiter, und nun werde Dachau sicher alles versuchen, um die Wende einzuleiten. Nach der jüngsten Pleite gegen Wolfratshausen zeigte sich Lamotte (ehemals Schalke 04, 1860 München und Sturm Graz) enttäuscht: „Wir tun uns im Moment schwer, einen Lapsus des Gegners in Tore umzumünzen. Wir brauchen zu lange, um in die Spitze zu kommen.“ Er stellte fest: „Es besteht Redebedarf, und ich denke, dass ich im Moment besonders als Psychologe gefragt bin, da es weder körperlich noch fußballerisch fehlt.“

Personell sieht’s beim SBC übrigens gut aus. Linor Shabani, der zuletzt aus privaten Gründen fehlte, ist wieder im Kader. Fehlen werden also heute nur der Langzeitverletzte Yannik Weiß sowie Thomas Höhensteiger, der nach seinem Kreuzbandriss noch nicht wieder richtig in Fahrt gekommen ist und nun an einer Sprunggelenksverletzung laboriert.bst

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