Fussball-Regionalliga Bayern

Selbstbewusst zum ersten Auswärtssieg?

von Redaktion

Nach dem 5:0-Pokal-Auswärtserfolg beim FC Bad Kohlgrub-Ammertal schlägt für den TSV 1860 Rosenheim wieder der ganz normale Regionalliga-Alltag. Und in eben jenen soll es am heutigen Samstag (Anpfiff 14 Uhr) beim SV Seligenporten zum ersten Mal zu einem Auswärtserfolg reichen.

Rosenheim – Relativ deutlich und, nachdem der wichtige erste Treffer fiel, letztlich auch ohne Probleme gewann das Team von Tobias Strobl und Robert Mayer beim Kreisligisten aus der Gruppe Zugspitze. Wichtigste Erkenntnis: Auch der zweite Anzug sitzt. Obwohl Spieler wie Zottl, Hartl, Goncalves, Funkenhauser, Weber und der länger verletzte Linner (Handbruch) nicht den gewohnten Rhythmus innehatten, zeigten sie durchweg solide Leistungen und unterstrichen damit ihr Pozential auf einen möglichen Startelf-Einsatz in der Regionalliga. Natürlich ist ein Kreisligist nicht zu vergleichen mit dem kommenden Gegner aus Seligenporten, die Erkenntnis jedoch, zu jeder Zeit personell rotieren zu können, kann noch Gold wert sein.

Der heutige Gegner des TSV 1860, der SV Seligenporten, steht aktuell auf dem letzten Tabellenplatz in der Bayern Eliteliga. Man hat jedoch aufgrund der langen Relegation noch zwei Partien in der Hinterhand. Das Team von Ex-Club-Trainer Roger Prinzen möchte gegen die Innstädter die ersten Punkte in dieser Spielzeit einfahren. Warmgeschossen haben sich die Oberpfälzer im Toto-Pokal unter der Woche. Am Dienstag gewann man ebenfalls gegen einen Kreisligisten, Endstand 7:0. „Wir sind einem Punktgewinn in den letzten Spielen immer näher- gekommen. Rosenheim ist körperlich sicher etwas präsenter als wir, aber wir wollen nun im Heimspiel endlich zuschlagen und den ersten Dreier einfahren“, sagt Prinzen.

Letztes Jahr sicherte sich der SVS mit einer ordentlichen Rückrunde den Klassenerhalt, nachdem man in den ersten Spieltagen unter anderem noch mit 0:12 am Nasenring durch die Augsburger Manege gezogen wurde. Auch in dieser Saison wird sich die Prinzen-Elf wohl anfangs etwas schwerer tun. Zu schwerwiegend waren die Abgänge. Top-Angreifer Patrick Hobsch verließ ebenso den Verein in Richtung Bayreuth wie sein Sturmkollege Marcel Mosch, den es gen Fulda zog. Da auch Bastian Herzner (zurück nach Eltersdorf) und Ex-Profi Marco Christ (ging zum 1.SC Feucht) gingen, kann man durchaus von einem größeren Schnitt in Seligenporten sprechen.

Dieser fand beim TSV 1860 nicht statt. Die wenigen Abgänge im Sommer wurden durch adäquate Neuverpflichtungen und Rückholaktionen kompensiert. Und wie das Pokalspiel eindrucksvoll zeigte, sind die Oberbayern auch in der Breite besser als in der Vorsaison. Schwer hingegen wird die Verletzung von Matthias Heiß wiegen. Der Kapitän und unangefochtene Leistungsträger zog sich in einem schleichenden Prozess, bei dem er über Wochen an sein Maximum ging und für die Mannschaft auch gehen musste, eine Verletzung am Oberschenkel (Muskelbündelriss) zu. Ansonsten scheinen jedoch alle Akteure fit und bereit zu sein. Auch Ludwig Räuber, der sicherheitshalber das Pokalspiel aufgrund einer verhärteten Wade aussetzte, ist an Bord.

Im Tor der Rothosen wird diesmal nicht Co-Trainer Robert Mayer stehen. Auch wenn sich der erfahrene Keeper souverän wie immer präsentierte, ist für ihn der Platz neben Tobias Strobl auf der Trainerbank vorgesehen. Allem Anschein nach wird Mario Stockenreiter wieder das Tor der Rosenheimer hüten. mpo

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