Ampfing verpasst Dreier in der Nachspielzeit

von Redaktion

Beim 1:1 gegen Au zahlreiche Chancen nicht genutzt

Der TSV Ampfing hat seinen dritten Saisonsieg und damit den ersten Heimdreier verpasst. Trotz einer Vielzahl an Chancen mussten sich die Schweppermänner am siebten Spieltag der Fußball-Bezirksliga Ost mit einem 1:1 gegen den ASV Au begnügen.

„Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an“, so Trainer Georg Sewald, der das Resultat als „enttäuschend“ bezeichnet. Die Gastgeber hatten am Freitagabend bereits in der zweiten Minute eine Dreifachchance, gingen dann aber nach einer Viertelstunde in Führung, als Keeper Markus Stiglmeir einen Schuss von Marco Grüneis nicht festmachen konnte und Alin Ionas im Nachsetzen zur Stelle war. In der Folge vergaben Christian Springer und Ionas ganz dicke Chancen auf den zweiten Treffer, Springer scheiterte an der Unterkante der Latte (16.) und Ionas brachte nach einem Alleingang den Ball nicht im Tor unter (26.).

Nach dem Wechsel agierten die Gastgeber zunächst weiter zielstrebig, aber mit zunehmender Spieldauer konstatierte Sewald: „Wir sind dann wieder in die alten Muster verfallen. Wir waren nicht mehr präsent genug, haben die Bälle einfach rausgebolzt und haben im Mittelfeld die Zweikämpfe nicht mehr gewonnen. Wenn wir nicht lernen, dass wir 90 Minuten lang die Konzentration hoch halten, werden wir uns schwer tun.“ Als Knackpunkt bezeichnet der Coach die 80. Minute, in der Michael Frühm allein auf das Gehäuse der Gäste marschierte, aber anstatt selber zu schießen auf Ionas querlegte, der den Ball „verwurschtelte.“

„Diese Szene hat Au Auftrieb gegeben“, so Sewald über den Gegner, der in der Schlussphase mit vollem Risiko angriff. Nach einer dicken Chance von Manuel Müller (77.) hatten die Gästen in der 90. Minute noch eine weitere sehr gute Gelegenheit durch Franz-Xaver Pelz, ehe Peter Niedermeier in der Nachspielzeit die Schweppermänner spät bestrafte. „Letztlich hat sich Au den Punkt auch verdient. So fair muss man schon sein“, bekannte Sewald, dem schon vor der Partie klar war: „Wir wussten ja, dass wir jetzt nicht fünf Spiele in Folge gewinnen würden. Aber so einen Gegner wie Au kann man auch mal schlagen.“

Mit acht Punkten aus sechs Spielen rangiert Ampfing im Mittelfeld der Liga und Sewald gesteht: „Wir stehen ja nicht zu Unrecht da, wo wir jetzt sind. Die Spieler müssen sich weiterentwickeln, müssen lernen immer weiterzumachen und so ein 1:0 ruhig heimzuspielen, wenn der zweite Treffer nicht gelingt. Das ist ein Prozess, der nicht von heute auf morgen abgeschlossen ist. Da braucht man Geduld, manche Sachen dauern einfach länger.“

TSV Ampfing: Endlmaier – Miller, Zeiller, Alemi (46. Oberbauer), Frühm – Dushkov (63. Pala), Huber – Grüneis, Windt (78. Baur) – Ionas, Springer.

ASV Au: Stiglmeir, Müllauer, Bott, Stahl, Josef Rauscher (ab 46. Manuel Martin), Sahintürk (ab 60. Christoph Martin), Niedermeier, Sollinger, Pelz, Kratzel (ab 68. Sebastian Grad)), Dominic Reisner.

Tore: 1:0 Ionas (15.), 1:1 Niedermeier (92.)

Schiedsrichter: Horne (MSV München)

Zuschauer: 100 mb

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