Kiel – Platz sieben und bestes deutsches Team bei der 49er Europameisterschaft in Kiel, dieses hervorragende Ergebnis erreichte die junge, nun für den bayerischen Yachtclub Starnberg startende Simsseer Mannschaft Jakob Meggendorfer/Andreas Spranger im olympischen Segelskiff 49er.
Am Start waren 92 Teams aus 31 Nationen, darunter auch viele Olympioniken, die in Rio 2016 dabei waren. Nach einer guten Qualifikationsserie lagen die Simsseer nach drei Tagen auf Platz 17 und schafften dadurch den Einzug in die Goldfleet. In den darauffolgenden zwei Tagen in der Goldgruppe konnten sie bei ablandigem und drehendem Wind ihre Stärken gut ausspielen und sich bis auf den siebten Platz nach vorne arbeiten. Die Medal Races der besten zehn musste am letzten Tag wegen zu viel Wind ausfallen. Damit beendeten Jakob Meggendorfer/Andreas Spranger die Europameisterschaft als beste Deutsche und als mit Abstand bestes Junioren-Team mit 81,5 Punkten. Auf einen Stockerlplatz fehlten nur acht Punkte, sodass die beiden jetzt zuversichtlich der Weltmeisterschaft in Portugal entgegenblicken. Europameister wurden die Briten Dylan Fletscher-Scott/Stuart Biethel vor den Australiern Davi Gilmour/Joel Turner und einem weiteren britischen Team, James Peters/ Finn Sterrit.
Schon als Kinder segelten Jakob Meggendorfer und Andreas Spranger beim Seebrucker Regattaverein/Chiemsee im Jüngstenboot Optimist. Im Sommer 2010 kamen sie zum Segler- und Ruderclub Simssee und sind zusammen in die Jugendbootsklasse 29er umgestiegen. Schon dort haben sie den deutschen Meistertitel in der Altersklasse U17 erreicht. Bereits zwei Jahre später erfolgte der Wechsel in die olympische Bootsklasse 49er.
Seit dem Umstieg in den 49er trainieren die beiden Bayern am Olympiastützpunkt in Kiel-Schilksee und sind seit 2015 im Bundeskader des Deutschen Segler-Verbands. Im Jahr 2015 schafften sie es, mit dem 14. Platz bei der Junioren-Weltmeisterschaft weltbestes Team in ihrem Jahrgang zu werden. In der Saison 2016 konnten sie sich weiter steigern und gewannen bei der Junioren-WM die Bronzemedaille. Gleichzeitig wurden sie erneut bestes Team in ihrem Jahrgang. Langfristig wollen sie auch bei der offenen WM zu den weltbesten Teams gehören und bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio für Deutschland an den Start gehen.ni