Fussball-Regionalliga Bayern

1860 muss Chancen besser ausnutzen

von Redaktion

Rosenheimer gastieren heute, 14 Uhr, in Garching

Die Fußballer des TSV 1860 Rosenheim müssen beim Auswärtsspiel heute, 14 Uhr, beim VfR Garching auf einige angeschlagene Spieler und zwei Urlauber verzichten und deshalb mit einem leicht dezimierten Kader im Münchner Norden antreten.

„Natürlich fahren wir vom Personal her nicht unter den besten Voraussetzungen nach Garching. Aber wir werden trotzdem alles in die Waagschale werfen um was Zählbares mit nach Rosenheim nehmen zu können. Mit dem VfR Garching treffen wir auf eine gut organisierte und harmonische Truppe von hervorragender Qualität, die sicher auf uns vorbereitet sein wird. Jedoch haben auch wir unsere Hausaufgaben gemacht. Sofern wir dieses Mal unsere Torchancen konsequenter nutzen können, wollen wir uns auch für den Aufwand belohnen und ein positives Resultat einfahren“, so Sechziger-Trainer Tobias Strobl.

Jeder siegte zweimal

Die Statistik in den Spielen beider Teams ist vollkommen ausgeglichen. Seit 2015 kreuzen sich die Wege der beiden Mannschaften. Zweimal gewann der VfR – zweimal der TSV. Auch in dieser Saison warten sicherlich wieder zwei enorm ausgeglichene Partien auf die Truppe von Tobias Strobl und Robert Mayer. Aktuell liegt das Momentum wohl etwas mehr auf Seiten der Schwarz-Weißen. Das Team von Daniel Weber liegt derzeit auf einem stattlichen siebten Tabellenplatz und ist spätestens seit des Auswärtserfolges beim TSV Buchbach (3:2) mit Selbstbewusstsein aufgepumpt. Die letzten Fragezeichen, ob Regionalliga-Fußball in Garching überhaupt möglich ist, sind mittlerweile finanziell wie auch sportlich mehr als geklärt. Besonders eindrucksvoll ist die Statistik der Münchner Vorstädter in der Ferne. Auswärts gewann man alle Partien. Zu Hause will es in dieser Saison noch nicht so recht klappen. Gerade einmal zwei Punkte haben Niebauer, Fritz und Co. „dahoam“ eingefahren und genau dies könnte für einen Rosenheimer Auswärtserfolg sprechen.

Diese treten die Reise am heutigen Samstag erneut ohne Kapitän Matthias Heiß an, der weiterhin an seiner Oberschenkelverletzung laboriert. Co-Kapitän Georg Lenz obliegt also die Aufgabe in der Defensive, den Laden zusammenzuhalten. Ihm zur Seite stehen dabei wohl Michael Denz, der erneut aus dem Mittelfeld nach hinten rückt sowie die beiden Außenverteidiger Max Mayerl und Robert Köhler.

Was man bei der 0:2-Heimpleite gegen die U21 der Ingolstädter etwas vermissen ließ, war eindeutig die stärke im finalen Abschluss. Da ruhen die Hoffnungen der Rothosen auf Danijel Majdancevic, der nach dem Fehlen von Markus Einsiedler (Urlaub), und dem grippengeschwächten Markus Hartl, noch mehr in den Angriffsfokus rücken wird. Da auch Fatih Eminoglu eine Blessur aus dem Toto-Pokal-Spiel davon trug und Maxi Höhensteiger ebenfalls im Urlaub weilt, ist der Kader der Sechziger definitiv dünner als üblich. Apropos Toto-Pokal, dort triumphierte man recht souverän gegen jenes FC Deisenhofen, das eine Runde früher den VfR Garching mit 3:0 aus dem Turnier kegelte. Zugegebenermaßen gegen ein verstärkte B-Truppe.

Einerseits sind die Garchinger derzeit im Aufwind, andererseits haben sie eine ganz schwache Heimbilanz. Einerseits ist der TSV 1860 seit dem Pokal wieder mit positiven gestimmt, andererseits fehlen tragende Säulen des Teams. Ein Unentschieden wäre demnach wohl am wahrscheinlichsten. Diese Option gab es allerdings bei allen bisherigen Aufeinandertreffen noch nie.

In diesem Fall hält man es am besten mit Herman Josef Abs, der einst sagte: „Die Statistik ist wie eine Laterne im Hafen. Sie dient dem betrunkenen Seemann mehr zum Halt als zur Erleuchtung.“ mpo

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