Rosenheim – Rückblende: Vor einem Jahr standen sich beide Teams in Rosenheim zum Wiesn-Start gegenüber und dem SBR wurde bei der 0:5-Niederlage so richtig in die Mass gespuckt. Logisch, dass dies heuer anders werden soll. Der Spielplan hat den Sportbündlern die Gelegenheit zu einer Revanche beschert, die man natürlich auch nutzen möchte.
Der Hauptgedanke beim heutigen Spiel muss aber sein, die Leistung vom vergangenen Wochenende, als man mit einer couragierten Leistung einen verdienten Punkt aus Hallbergmoos entführte, zu wiederholen. Mit dem ASV Dachau wartet eine harte Nuss, schließlich ist die Mannschaft von Ex-Löwen-Stürmer Frank Peuker Tabellendritter und hat aus sieben Spielen bereits fünf Siege eingefahren. Den Abgang von Torjäger Philipp Schmidt zum Bayernligisten FC Unterföhring hat man gut verkraftet, denn auch in dieser Saison ist der ASV offensivfreudig und hat bislang die zweitmeisten Tore geschossen.
Da passt es ganz gut, dass die Rosenheimer Defensive zuletzt deutlich an Stabilität gewonnen hatte. Sicherlich ein Grund dafür ist, dass mit Naoto Ishii Routine im Zentrum hinzukam. Der SBR-Rückkehrer hat es in Hallbergmoos verstanden, seinen Abwehrladen zusammenzuhalten. Trainer Klaus Seidel muss diesmal personell besonders improvisieren: Mit Yasin Temel, Michael Barthuber, Hannes Semmler, Quirin Wolfrum und Simon Baumgartner fehlen gleich fünf Akteure, die heuer schon Landesliga-Einsätze aufzuweisen haben. Dennoch fordert Seidel seine Mannen auf, mutig zu agieren: „Wir müssen die Traute haben, den Gegner bekämpfen und unsere Angriffe besser ausspielen – dann haben wir eine Chance.“tn