Wenn an diesem Wochenende die Tischtennis-Bundesliga der Damen startet, dann darf man diesmal getrost von einer Mini-Liga sprechen. Nur sieben Teams sind am Start.
SV DJK Kolbermoor, ttc berlin eastside, TTG Bingen/Münster-Sarmsheim, TTK Anröchte, SV Böblingen, TV Busenbach und TuS Bad Driburg. Das sind diejenigen Mannschaften, die sich in dieser Spielzeit dem Kampf um die Meisterschaft in Deutschlands Eliteliga stellen. Nachdem man im vergangenen Jahr ebenfalls die Sollstärke von zehn Teams nicht erreicht hatte, ist dies natürlich ein Rückgang gegenüber den vergangenen Jahren. Gründe hierfür gibt es viele. Einer ist sicherlich, dass dem einen oder anderen Verein das nötige Kleingeld gefehlt hat, um den Saisonetat zu decken. Der Deutsche Tischtennis-Bund war jetzt natürlich gefordert, bei einem außerordentlichen Bundestag dafür zu sorgen, dass in der kommenden Saison ein geregelter Spielbetrieb möglich ist. Der Beschluss, nach der Meisterschaftsrunde eine Play-Off-Runde durchzuführen, war die logische Folgerung. Bei sieben Mannschaften scheidet daher nur der Letzte nach der regulären Meisterschaftsrunde aus. Von den übrigen sechs Mannschaften sind der Tabellenerste sowie -zweite zunächst spielfrei. Die Teams, die auf den Plätzen drei bis sechs gelandet sind, ermitteln im Modus „best of three“ die Halbfinalgegner für die zunächst spielfreien Teams. Dieses Halbfinale wird dann nach dem gleichen Modus durchgeführt. Die jeweiligen Gewinner tragen dann das Finale um die deutsche Mannschaftsmeisterschaft aus. Der Modus, der den Damen des SV DJK Kolbermoor durchaus entgegen kommen könnte, die Meisterschale zu holen, ist sicherlich nicht schlecht und bringt Spannung bis zum wirklich letzten Spieltag mit sich. Ein Vorteil liegt auch darin, dass die Teams des Oberhauses annähernd gleich viele Begegnungen wie in einer regulären Meisterschaftssaison absolvieren können. Die kommenden Monate sollte das Ressort Bundesliga Damen nutzen, um Lösungen für den Fortbestand der Bundesliga mit Sollstärke zu finden. eg