Kiefersfelden – Bei der deutschen Meisterschaft im Wasserski konnte der WSC Kiefersfelden wieder einmal zahlreiche Titel einfahren. Hervorzuheben dabei sind die drei Titel in der offenen Klasse durch Jana Wittenbrock im Slalom der Damen und Simon Herrmann im Slalom und in der Kombination, die eine Klasse für sich sind.
Thorsten Jellonek gewann den Slalom der Senioren 1 und Michael Weiland konnte sich in der Klasse Senioren 2 gegenüber weit jüngeren Konkurrenten durchsetzen. Während Weiland nur im Slalom startete, trat Thorsten Jelonnek, der Slalom-Europameister von 2014 in dieser Klasse mit einer ganzen Medaillensammlung die Heimreise an. Er wurde jeweils Zweiter im Trick, Slalom und in der Kombination. In der Jugendklasse U15 konnte Cassandra Hannes nicht ganz an ihre bisher gezeigten Leistungen anknüpfen und musste sich in jeder Disziplin jeweils mit dem zweiten Platz zufrieden geben.
Felix Astner startete als 16- Jähriger in der Klasse U19 und hatte in Niklas Heinicke einen Konkurrenten, der bereits in der A-Nationalmannschaft fest etabliert ist und dieses Jahr bei den zahlreichen Weltcups der offenen Klasse bereits positiv in Erscheinung getreten ist. Felix Astner zeigte in allen Disziplinen Top-Leistungen, konnte den Friedberger Heinicke aber in keiner Disziplin niederringen. Somit standen für den jungen Oberaudorfer vier Silbermedaillen zu Buche. Auf Grund dieser Leistung wurde Astner vom Deutschen Wasserskiverband für den anstehenden Weltcup in Israel nominiert.
In der offenen Klasse zeigte Simon Herrmann, dass er immer für eine Überraschung gut ist. Er holte nicht nur im Trick die Bronzemedaille, sondern konnte sich auch überraschend in der Kombination vor Thorben Hoppe durchsetzen. Im Slalom kam es am Finaltag zu einem Kiefersfeldener Duell. Christian Weiland und Simon Herrmann hatten sich von dem gesamten übrigen Feld abgesetzt und starteten als einzige Läufer am zehn Meter kurzen Seil. Weiland konnte mit zwei Bojen den Vizemeistertitel einfahren, während Simon Herrmann mit einer souveränen Fahrt den Sack zumachte und sich eine weitere Goldmedaille umhängen durfte. Daniel Maltzahn bewies seine aufsteigende Form im Springen und zeigte im Finale drei sehr gute Sprünge. Am Ende musste er sich mit einer Weite von 56,20 Metern dem Routinier Robin Senge ganz knapp um 50 Zentimeter geschlagen geben. Im Slalom der Damen zeigte die Seriensiegerin der letzten Jahre Jana Wittenbrock, dass sie auch dieses Jahr in bestechender Form ist. Sowohl im Vorlauf als auch im Finale siegte sie mit großem Vorsprung und holte ihren insgesamt zehnten Deutschen Meistertitel.
Jana Wittenbrock, Daniel Maltzahn, Simon Herrmann, Christian Weiland und Felix Astner stellen somit die Hälfte des Teams des Deutschen Wasserskiverbandes, das am kommenden Wochenende das Weltcupfinale in Tel Aviv bestreiten wird.