„Wir sind nicht der Favorit“

von Redaktion

Am heutigen Samstag beginnt für Kolbermoors Bundesliga-Tischtennis-Damen mit dem Auswärtsspiel beim TV Busenbach der Kampf um die Krone der deutschen Eliteliga.


Kolbermoor
Wenn es diesmal Kolbermoors Quartett nach Baden-Württemberg verschlägt, dann ist im Gegensatz zu den Vorjahren vieles anders. Zsolt Hollo, der Sabine Winter & Co in den letzten Jahren trainiert hatte und mit dem Team viele Erfolge einfahren konnte, ist von Bord gegangen. Auch die Mannschaft selbst hat sich verändert, wenngleich Winter sowie Kristin Lang weiterhin mit von der Partie sind. Der Mannschaft angeschlossen haben sich Svetlana Ganina, Liu Jia und Katharina Michajlova. Hinzu kommt Laura Tiefenbrunner, die Einsätze in der ersten Mannschaft bekommen soll. Und das erste Auftreten wird sie dann auch heute gleich haben, weil Sabine Winter fehlt. Die Gewinnerin vieler nationaler und internationaler Titel hatte in den vergangenen Monaten mit Schulterproblemen zu kämpfen und konnte erst in den letzten Tagen leicht mit dem Training beginnen.

Deshalb wird diese Begegnung für Kolbermoors Damen wahrscheinlich kein Selbstläufer, zumal Busenbachs Quartett mehr als motiviert in dieses Spiel vor heimischer Kulisse gehen wird. Ähnlich wie Kolbermoor haben die Gastgeberinnen beim Final Four vor 14 Tagen die Qualifikation für das Endrundenturnier im Januar in Berlin nicht geschafft. Sie schlugen zwar den TTC Langweid, verloren dann aber gegen Bingen/Münster-Sarmsheim. Kolbermoors Abteilungsleiter Michael Fuchs sagt: „Wir sind nicht der Favorit. Es wird diesmal ein offenes Spiel.“ Durch das Fehlen von Winter wird Svetlana Ganina in das erste Paarkreuz aufrücken und trifft hier aller Wahrscheinlichkeit nach auf Tanja Krämer. Sie und auch Jessica Göbel, die bei Busenbach ebenfalls im ersten Paarkreuz spielt, können sich auf Abwehrspielerinnen wie es die 38-jährige Russin ist, sehr gut einstellen. „Um am Ende zu gewinnen, müsste Ganina hier einen Punkt machen“, meint Fuchs. Allerdings sieht er bei den Gastgeberinnen auch im hinteren Paarkreuz mit Yvonne Kaiser und Anastasia Bondareva zwei absolute Top-Spielerinnen. Insbesondere Bondareva ist ihm besonders im Gedächtnis, gewann sie doch zuletzt bei den Jugend-Europameisterschaften den Titel im Doppel. eg

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