Ringen

Niederlage mit Beigeschmack

von Redaktion

Traunsteiner unterliegen nach Aufholjagd in Unterföhring

Traunstein Saisonauftakt für die Traunsteiner Ringer: Dabei musste die Truppe von Chefcoach Petar Stefanov gleich zum letztjährigen Bayernliga-Vizemeister SC Isaria Unterföhring und kassierte dort vor 140 Zuschauern eine nicht unerwartete 12:19-Niederlage. Nur die Disqualifikation von TVT-Ringer Artur Tatarinov (75 kg, griechisch-römisch) brachte die Traunsteiner so richtig in Rage. Vermissten sie doch Spitzengefühl des Kampfrichters im letzten Mattenduell. „Die Rote Karte ist völlig daneben, eine Ermahnung an beide Ringer wäre die richtige Antwort gewesen“, schimpfte TVT-Abteilungsleiter Hartmut Hille. Tatarinov reagierte auf einen stärkeren Stoß seines Kontrahenten mit gleicher Intensität – der Kampfrichter bestrafte indes nur den Traunsteiner.

Seinen ersten Kampf für den TVT machte Yusuf Raiskhel. Entsprechend nervös war der Afghane, der acht Sekunden vor Schluss auf Schulter verlor. Gökhan Tetik bekam es mit Richard Mahn zu tun, gegen den er kein Mittel fand. Das 0:14 bedeutete drei Wertungspunkte für den Gastgeber-Ringer. Tobias Einsiedler ging gegen den fünf Jahre älteren Vincent Kurt zu Werke. Nach sechs Kampfminuten stand es 7:15 aus der Sicht des Traunsteiner Ringers. Erstmals stand Georgi Sredkov für den TVT auf der Matte. Der bulgarische EM-Teilnehmer bekam es mit Alessandro Punzo zu tun. Traunsteins Neuzugang tat sich schwer und musste am Ende mit sechs Wertungspunkten zufrieden sein, was zwei Mannschaftspunkte bedeutete. Einige Pfunde hatte Luca Zeiser abkochen müssen, um das Leichtgewicht zu bringen. Ihm stand der Ex-Bundesliga-Ringer Simon Ketterer gegenüber. Zeiser machte seine Sache gegen den eher übermächtigen Gegner gut, und konnte trotz 0:10 Punkten die Matte erhobenen Hauptes verlassen.

Alexej Patalaschko lieferte sich mit Florian Görsch einen offenen Schlagabtausch, am Ende konnte der Unterföhringer zwei Mannschaftspunkte einfahren. In der Gewichtsklasse bis 71 kg stand Mahsun Ersayin dem Unterföhringer Neuzugang Pavo Lucic gegenüber und legte seinen Gegner nach knapp zwei Minuten auf das Blatt. Eduard Tatarinov machte mit Julian Stadlbauer kurzen Prozess und schulterte den Gastgeber-Ringer. Eine Augenweide ist die Kampfweise von Ilja Vorobev, der auf Michel Riesterer traf. Wenige Sekunden vor Schluss sorgte Vorobev für einen 2:0-Sieg. Den Abschluss bildete Artur Tatarinov gegen Guido Gretschel. In dem zunehmend hitzigeren Duell griff Mattenleiter Bernhard Sedlmeier zu einer Roten Karte für den Traunsteiner und handelte sich wütende Proteste ein.

Gut verkauften sich die Ringer der zweiten Mannschaft bei der 24:30-Niederlage. Zweimal siegreich präsentierten sich Ben Wittenzellner (57 kg) und Fahwad Quistani (66 kg). Jeweils einmal erfolgreich waren Alex Pogoradzdov (75 kg) und Seifullah Rahmani (98 kg).

Die Nachwuchsringer siegten in Trostberg mit 24:16. Mannschaftsführer André Singer konnte sich über die Siege von Yuvigi Etov (34 kg), Daniel Flemmer (38 kg), Leopold von Ellerts (42 kg), Leonard Rube (46 kg), Maxi Bach (50 kg) und Maximus Minchev (60 kg) freuen.wz

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