Traunstein – In einer Stellungnahme, die er selbst an diverse regionale Medien geschickt hat, äußerte sich Ludwig Trifellner, Abteilungschef des abstiegsgefährdeten Fußball-Bayernligisten SB Chiemgau Traunstein, zur aktuellen, schwierigen Lage. Die Mannschaft hat bekanntlich von den letzten sieben Spielen sechs verloren, am kommenden Samstag steigt in der Großen Kreisstadt das Kellerduell gegen den Laternenträger TSV Kornburg.
In unserer Montag-Ausgabe hatten wir ja bereits darüber berichtet, dass ein Trainerrücktritt von Jochen Reil dessen Worten zufolge kein Thema sei, zumal er die Mannschaft noch erreiche. „Nachdem am Samstag in einer Tageszeitung von Unruhe beim SBC geschrieben wurde“, so Trifellner, gab nun auch der Spartenleiter ein Statement ab. Darin bezeichnet er die jüngste Niederlage beim TSV Schwaben Augsburg als „wieder äußerst unglücklich“.
Die Traunsteiner „waren auf alle Fälle gleichwertig – so wie in den vielen Spielen zuvor auch“, erklärte der frühere Torwart des FC Bayern München, „leider haben wir derzeit kein Glück. Außer gegen den TSV Dachau (1:6) hat uns niemand in der Bayernliga vorgeführt. Wir haben immer mitgespielt und haben uns manchmal durch dumme Fehler um unseren Erfolg gebracht.“
Trifellner und Reil müssen jedoch eingestehen, dass die Zielsetzung eine ganz andere war als „nur“ gegen den Abstieg zu strampeln. Vor der Saison war – sicher auch wegen der hervorragenden Infrastruktur des Fusionsclubs und des hohen Aufwands, der in Verein und Leistungszentrum betrieben wird – von einer Platzierung im vorderen Mittelfeld die Rede.
Dennoch sehe „Lou“ Trifellner aktuell keinen Grund, als Verantwortlicher der Fußballabteilung in Panik zu verfallen. „Wir bleiben ruhig, ich bin überzeugt, dass wir bald das Ruder herumreißen. Die Moral der Mannschaft ist hervorragend. Die Jungs kämpfen und hauen sich rein.“ Darum lässt der Abteilungschef auch keine Diskussionen um Trainer Reil aufkommen. „Er macht einen tollen Job und erreicht auch die Mannschaft. Für das, was teilweise auf dem Platz passiert, kann er nichts. Wir Verantwortlichen vom SB Chiemgau stehen mit Jochen zusammen, und er ist und bleibt unser Trainer“, bekräftigt Trifellner.cs