Thorsten „Toto“ Jellonek gewann in einem eng umkämpften Finale nicht nur den Europameisterschafts- Einzeltitel im Slalom sondern wurde auch Mannschaftseuropameister mit dem deutschen Ü35-Team.
Ebenfalls eine Medaille mit nach Hause brachte der erst 16-jährige Felix Astner. In seinem ersten Jahr der U19-Klasse, konnte er allerdings nicht an seine herausragende Leistung bei der deutschen Meisterschaft anknüpfen. Dennoch schaffte er es bei schwierigen Verhältnissen (Wind und Regen), im Slalom ins Finale und belegte dort den 10. Platz.
Im Springen und Trickski machte sich dann zum Teil der Trainingsrückstand wegen des Altersunterschieds bemerkbar. Hier kam Astner nicht über einen 14. (Trick) und einen 11. Platz (Springen) hinaus und musste im Finale zuschauen. Dennoch trug er mit seiner Leistung zum Gewinn der Silbermedaille des deutschen U19Teams bei und darf sich Vize-Jugendeuropameister nennen.
„Felix ist einer der Jüngsten in seiner Altersklasse, wenn er am Ball bleibt und viel trainiert, traue ich ihm in den nächsten Jahren auf jeden Fall eine internationale Medaille zu“ so Thomas Bauer, Erster Vorsitzender des WSC Kiefersfelden-Rosenheim.
Nach dem Gewinn des deutschen Meistertitels im Slalom, reiste „Toto“ Jellonek mit großen Erwartungen zur Ü35-EM nach Szelment in Polen. Auch er trotzte den windigen und welligen Bedingungen im Vorlauf und qualifizierte sich als Erstplatzierter für das Finale im Slalom. Im Springen erwischte er ebenfalls einen super Tag und zog mit drei guten Sprüngen ins Finale ein. Für seine gute Leistung im Trickski wurde der Wahlmünchner ebenfalls mit einem Finalplatz belohnt und legte damit den Grundstein für seine Silbermedaille in der Kombinationswertung.
Gestartet wurde mit dem Trickfinale, hier konnte Jellonek seine Leistung aus dem Vorauf sogar noch einmal steigern, musste sich dann aber knapp mit dem undankbaren 4. Platz zufrieden geben. Das Slalomfinale wurde aufgrund der wechselnden Wettersituation auf Montag früh verschoben. Hier ging es eng zur Sache. Neben dem Kiefersfeldener Jellonek hatten es noch drei weitere Deutsche in das Finale geschafft. Relativ schnell wurde das Feld ausgesiebt und es wurde ein spannender Dreikampf um die Medaillen zwischen Jellonek, seinem deutschen Teamkameraden Andreas Hillenbrand und dem Israeli Alon Moverman. Jellonek nutze seinen Vorteil als Vorlauferster und fuhr taktisch klug an der entscheidenden 14-Meter-Leine zu seinem zweiten Europameistertitel nach 2014 und verwies den Israeli und Hillenbrand auf die Plätze 2 und 3.
„Nach seiner Verletzungspause im letzten Jahr, hat er sich extrem motiviert zurückgekämpft und viel trainiert. Ich bin stolz auf ihn“ sagt seine Trainerin Jana Wittenbrock, Gewinnerin des Gesamtweltcups im Slalom 2017. Im abschließenden Springen konnte sich der frischgebackene Europameister dann ebenfalls noch einmal steigern und erkämpfte sich die Bronzemedaille. In der Gesamtwertung konnte er sich damit die Silbermedaille sichern. Mit seinen Leistungen in allen drei Disziplinen trug „Toto“ außerdem zur erfolgreichen Titelverteidigung der Mannschaft bei und darf sich jetzt Doppeleuropameister nennen.
Am kommenden Wochenende findet die Europameisterschaft der offenen Klasse statt. Auch hier hat der WSK Kiefersfelden-Rosenheim wieder Chancen seine Medaillensammlung zu erweitern.