Bad Liebenzell – Der PTSV Rosenheim war mit fünf Goldmedaillen der erfolgreichste Verein bei diesen Titelkämpfen in der Seniorenwertung. Motiviert gingen in der zuschauerfreundlichen Wettkampfstrecke in Bad Liebenzell im Nordschwarzwald die PTSV-Athleten ins Rennen: Auf den vier Runden durch den Stadtkern machten Julika Fidjeland, Amanda Reiter und Reinmund Hobmaier bereits vor dem Rennen eine klare Ansage: „Wir wollen gewinnen.“. Und dies setzten die drei Läufer schließlich auch überzeugend um.
Über eine Minute Vorsprung
Julika Fidjeland zeigte schon im Vorfeld, dass sie in einer blendenden Verfassung ist. Nach einem konstant starken Rennen erreichte sie nach 40:42 Minuten das Ziel und wurde schließlich überlegen neue deutsche Meisterin bei den Frauen W55. Mit 64 Sekunden Rückstand verwies sie Stefanie Körner von der LG Stadtwerke München auf den Silber-Platz sowie Ines Hock von der TS Frechen auf den dritten Rang mit 42:35 Minuten. In der Altersgruppe der Frauen W50 setzte Amanda Reiter alles auf Sieg und ging sehr offensiv an das Rennen heran. In der starken Konkurrenz arbeitete sie sich erst auf dem letzten Kilometer an die Spitze und gab ihre Führung schließlich nicht mehr ab. Mit ausgezeichneten 38:52 Minuten wurde sie schließlich neue deutsche Meisterin und feierte damit einen ihrre größten Erfolge ihrer Karriere. Auf den zweiten Platz verwies sie Christine Sigg-Sohn von der LG Esslingen mit 39:04 Minuten (2.) vor Barbara Auer von der TG Viktoria Augsburg (3./39:42 Min.). Auf den guten zwölften Platz kämpfte sich hier Josefine Hobmaier mit 45:03 Minuten. Die Zehn-Kilometer-Mannschaft vom PTSV Rosenheim hatte bei den Frauen W50/55 schließlich allen Grund zur Freude: Amanda Reiter, Julika Fidjeland und Josefine Hobmaier wurden neue deutsche Meisterinnen mit 2:04:37 Stunden überlegen vor dem LC Eschenburg mit 2:12:45 Minuten (2.) und der TSG Eisenberg (3./2:14:36 Std.). In der Frauen-Klasse W65 musste sich Karin Rothenberger mit dem undankbaren vierten Platz nach 50:47 Minuten begnügen. Dabei fehlten ihr als zweitschnellste Bayerin am Ende nur 36 Sekunden zur möglichen Bronzemedaille.
Reinmund Hobmaier ging in der Klasse der Männer M55 an den Start über die Zehn-Kilometer-Strecke. Dabei fand der Routinier nicht ganz in seinen optimalen Lauf-Rhythmus, weil er keinen idealen Laufpartner fand. Dennoch zeigte der Priener eine überzeugende Vorstellung seines Könnens. Mit seiner Endzeit von 34:30 Minuten war er diesmal zwar nicht ganz zufrieden, doch mit einem klaren Vorsprung von 47 Sekunden wurde er dennoch neuer deutscher Meister. Bei seinem Triumph verwies er Christian Stoll vom TV Waldstraße Wiesbaden auf den Vize-Platz mit 35:17 Minuten und Uwe Merdon vom Citylauf-Verein Dresden (3./35:23 Min.) auf Rang drei.
In einer glänzenden Verfassung präsentierte sich in der Männer-Klasse M55 auch Hans Hörmann: Der erfahrene Athlet überraschte mit dem fünften Platz und beachtlichen 36:29 Minuten. In der Männer-Klasse M50 spurtete Klaus Stübinger auf den 15. Rang mit 36:55 Minuten. Die Männer vom PTSV Rosenheim taten es den Frauen gleich. Das Zehn-Kilometer-Team der PTSV-Athleten wurden in der Altersgruppe M50/55 ebenfalls deutscher Meister: Mit vereinten Kräften eroberten Reinmund Hobmaier, Hans Hörmann und Klaus Stübinger die deutsche Meisterschaft mit 1:47:54 Stunden. Dabei verwiesen sie den SV 1860 Minden mit 1:49:12 Stunden auf den Silber-Rang sowie die LG Esslingen auf den dritten Platz mit 1:50:53 Stunden. Für die PTSV-Läufer Betram Moll (20./38:47 Min.) und Ralf Hüls (25./39:25 Min.) waren es wertvolle Erfahrungen und eine gute Motivation für die nächsten Meisterschaften. Es fehlte diesmal ein Läufer für eine weitere Mannschaft. Als einziger Starter für das Lauffeuer Chiemgau aus Rosenheim reservierte sich Harald Mentil den 16. Rang bei den Senioren M55 mit 39:47 Minuten. stl