Lienz – Extremsportler aus vielen Ländern trafen sich zum 30. Mal in Lienz, um das beste Team in den Disziplinen Berglauf, Gleitschirmfliegen, Mountainbike und Kajak zu ermitteln. Beim Jubiläum spielte das Wetter nicht ganz mit, denn aufgrund windiger Bedingungen konnten die Gleitschirmpiloten nur einen Flug durchführen. Das tat dem Wettbewerb aber keinen Abbruch.
Vor Tausenden Zuschauern verwandelte sich die Stadt Lienz in ein überdimensionales Sportstadion. Profisieger wurde das Profi-Team Pure Encapsulations mit Philipp Götsch, Martin Brandl, Tony Longo und Gerhard Schmid. Und fast hätte das einheimische Team „Chiemsee Kälte“ auch den Sprung auf die Siegerbühne geschafft. Nach 4:38 Stunden fehlten lediglich drei Minuten auf den 5. Platz.
Beim Berglauf, den Petru Mamu mit 1:22 Stunden für sich entschied, benötige Basti Lexa (Reichertshausen) 1:43 Stunde und blieb ein wenig hinter seinen Erwartungen zurück. Per Handschlag konnte der Bergläufer nicht an seine Piloten übergeben, denn diese wurden von der Rennleitung beim Aufstieg zum Startplatz wieder nach unten delegiert, sodass am Taxer Moos „elektronisch“ gestartet wurde. Knapp 300 Höhenmeter musste Gleitschirmflieger Pele Faßbender (Traunstein) seinen Gleitschirm bergauf tragen, es folgte ein kurzer Flug ins Dolomitenstadion. Jetzt ging es per Übergabe mit den Mountainbikern weiter.
Starke Rad-Leistung
Und hier zeigte Andreas Huber, trotz leichter Erkältung eine ganz starke Leistung. Die mit 1500 Höhenmeter gespickte Aufwärtspassage mit abschließendem Downhill schaffte der Ruhpoldinger in 1:51 Stunde und war somit mit Abstand bester deutscher Radler. Aber „Chiemsee Kälte“ hatte noch ein weiteres Ass im Ärmel. Kajakfahrer Uwe Eichfelder (München), der die Strecke aus seinen zehn Teilnahmen aus dem „Eff-Eff“ kennt, überholte auf der Wildwasserstrecke zahlreiche Athleten und konnte anschließend mit seinem Boot im Schlepptau am Hauptplatz in Lienz ins Ziel laufen. Dort wurde er von seinem Teamkollegen in Empfang genommen und die Freude über die beste Platzierung bisher war riesengroß. Und doch fragte man sich hinterher, ob man nicht doch irgendwo drei Minuten hätte rausholen können. pf