Ringen

Traunsteiner Ringer erneut in der Fremde

von Redaktion

Traunstein – Der Ärger über den Verlauf der Auftakt-Niederlage in Unterföhring ist bei den Abteilungsverantwortlichen und der Mannschaft des TV Traunstein noch nicht verflogen. Wurde doch im entscheidenden Schlusskampf Traunsteins Artur Tatarinov (75 kg, Greco) in einer äußerst diskussionswürdigen Entscheidung disqualifiziert. „Null Verständnis für diese Entscheidung“, macht TVT-Abteilungschef Hartmut Hille auch Tage nach dem Kampf seinem Ärger Luft.

Die Sperre des Traunsteiner Ausnahmeringers Tatarinov nach dem milden Verbandsurteil für einen Kampf schwächt das Team deutlich und ist kein guter Vorbote für die Kämpfe im oberpfälzischen Oberölsbach. In der sehr engen Halle vor einem emotionalen Publikum dürfte es für den TVT nicht leicht werden, zählt der SC doch aufgrund einiger externer Verstärkungen zu dem engsten Favoritenkreis auf den Titel in Deutschlands dritthöchster Liga. Bausteine für den Erfolg sind der faktisch unbesiegbare Bulgare Nikolay Dobrev (57 kg/61 kg) und Schwergewichtler Kevin Mejia aus Honduras. Der mehrfache Weltmeisterschaftsteilnehmer ist eine Bank für sich, neu hinzugekommen ist sein Bruder Jeffrin Mejia mit langer Liste an internationalen Einsätzen.

TVT-Chefcoach Petar Stefanov muss durch die Sperre Tatarinovs umbauen, vertraut aber im Wesentlichen auf das Team, das auch in Unterföhring zu überzeugen wusste. „Wir setzen vor allem auf unsere eigenen jungen Leute. Auf ihnen liegt unser Fokus.“ Wussten doch Einsiedler, Zeiser & Co. am vergangenen Samstag trotz Niederlagen zu überzeugen. Und so will man selbst im Falle einer möglichen Gesamtniederlage mit einer Portion Gelassenheit nach vorne blicken. Der Kampf beginnt um 19.30 Uhr in Oberölsbach.

Die zweite Mannschaft des TVT ist an diesem Wochenende kampffrei, der Nachwuchs ging in der Grenzlandliga bereits gestern Abend in Bad Reichenhall auf die Matte.wz

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