Fussball-Bayernliga Süd

Trifellner: „Am Torwart liegt’s nicht“

von Redaktion

Vor Kellerduell: Traunsteins Abteilungschef schützt Keeper Legat

Traunstein – Vor dem Kellerduell vor heimischem Publikum gegen Laternenträger TSV Kornburg (heute, 18.30 Uhr, Jakob-Schaumaier-Sportpark) hat Traunsteins Fußball-Abteilungsleiter „Lou“ Trifellner klare und kritische Worte verloren: „Am Torwart liegt’s nicht, dass wir so weit unten stehen, aber unsere Offensive muss halt mehr Tore machen.“ Bayernligist SB Chiemgau hat in zehn Partien nur zehn „Buden“ gemacht (schlechtester Wert der 19er-Liga), dagegen schon 16 Gegentore eingefangen.

Eine etwaige Torwartdiskussion möchte Trifellner – der ja früher selbst ein absoluter Klasse-Keeper war – ohnehin nicht aufkommen lassen, auch wenn beispielsweise am vergangenen Samstag die Flanke, die zur 0:1-Niederlage bei Schwaben Augsburg geführt hat, ziemlich lange in der Luft war, ohne, dass Pascal Legat sie pflückte. „Der Pascal hat schon nach zwei Minuten einen Rückstand verhindert. Und wenn ich mir das Tor anschaue: Da würden selbst in der Bundesliga in vergleichbaren Situationen neun von zehn Keepern im Kasten bleiben – insofern kann man ihm da überhaupt keinen Vorwurf machen.“

Trifellner gibt dennoch zu, dass Legat mit seinen erst 22 Jahren nicht ganz die Klasse des ehemaligen Stammgoalies Issa Ndiaye hat. Dies gilt freilich auch für Ersatzkeeper Maximilian Tanzer, der ja auch schon dreimal in dieser Spielzeit zum Einsatz kam. Ndiaye war ja in der Sommerpause zum eine Klasse tiefer angesiedelten SV Türkgücü-Ataspor München abgewandert. „Trotzdem würde Legat auch bei fast allen anderen Bayernliga-Mannschaften spielen“, betont Trifellner, „er hat auch in den ersten Spielen bei uns sehr gut gehalten“.

In der Offensive gebe es dagegen laut SBC-Spartenchef aktuell das größere Problem, „zumal Stefan Mauerkirchner noch nicht so in der Spur ist“. Dreimal hat dieser in dieser Saison dennoch schon getroffen, liegt somit auf Rang zwei der teaminternen Torschützenliste – hinter Maxi Probst (4), der zuletzt ebenfalls seine Chancen nicht nutzen konnte. Dritter ist „Xandi“ Köberich (fehlt weiterhin urlaubsbedingt) mit zwei Einschüssen, ansonsten hat nur noch Linor Shabani eingenetzt, der heute ebenso wie Florian Marchl wieder einsatzbereit sein dürfte. Bei Daniel Willberger, der in dieser Saison erst auf fünf Einsätze kommt, könnte es ebenfalls für ein Comeback reichen. Dagegen muss Franz Eyrainer (muskuläre Probleme) weiter aussetzen.cs

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