Paderborn – In Paderborn fand die Championsleague der Squasher/innen statt. Als deutscher Vizemeister war der RSQV Squashtrainer Rudi Rohrmüller mit dem Verein Sportwerk Hamburg startberechtigt. 13 Teams aus zwölf Ländern nahmen teil, unter anderem die starken Meister aus Frankreich, England sowie dem Gastgeber und Titelverteidiger Paderborn. Der Kolbermoorer Rohrmüller spielte im Team mit zwei Weltranglistenspielern aus Frankreich und Tschechien sowie dem ehemaligen Nationalspieler Norman Junge aus Hamburg. Rohrmüller gewann fünf von sechs Spielen und war mit Junge der erfolgreichste Spieler der Hamburger.
Bis zum Halbfinale alle Spiele gewonnen
Das Team um Spielführer Rohrmüller hatte in der Gruppenhase keine Probleme mit den Mannschaften aus Luxemburg und Spanien sowie den hocheingeschätzten Iren. Auf Position zwei hinter dem Franzosen Auguste Dussourd (WRL 116) gewann der 25-Jährige alle Gruppenspiele sowie das Viertelfinalmatch gegen die Schotten aus Edinburgh.
Im Halbfinale wurde dem deutschen Team der französische Meister aus Mulhouse zugelost. Allerdings zeigte der beste Spieler des Rosenheimer Squashvereins in dieser Begegnung nicht seine beste Leistung und verlor gegen den Finnen Olli Touminen (WRL 46) in drei Sätzen. „Die Franzosen waren zu stark, irgendwie hatten wir uns schon auf die Entscheidung um Rang drei eingestellt, darum zeigte keiner seine beste Leistung“ analysierte Rohrmüller das verlorene Semifinale.
In der Begegnung um die Bronzemedaille gegen den englischen Vertreter hatten die Hanseaten dann wieder die volle Spannung aufgebaut. „Nachdem der an eins gesetzte Dussourd gewann und Martin Svec (WRL 128) verloren hatte, war die Anspannung sehr groß und ich wollte meinem Spieler an Position vier Norman Junge einen Vorsprung mitgeben,“ beschrieb Rudi Rohrmüller die Ausgangsposition vor dem vorletzten Match. Für die Engländer spielte der Neuseeländer Lance Beddos (WRL 118). Es wurde ein manchmal etwas grober Kampf, den der deutsche Nationalspieler mit Fitness und Siegeswillen für sich entscheiden konnte. Die Nummer vier des Teams machte den Sack zu und so konnte Rohrmüller den Pokal für den dritten Platz in der Clubmannschafts-Europameisterschaft in Empfang nehmen. Sieger wurde das Team aus Frankreich vor dem Gastgeber aus Paderborn.
„Ein toller Erfolg für den Trainer des Rosenheimer Squash-Vereins“ zeigte sich Präsidiumsmitglied Wolfgang Weidinger sehr zufrieden. Für die jungen Spieler/innen sind diese Leistungen ein Ansporn und alle Jugendlichen können von den Trainingseinheiten mit Rudi Rohrmüller profitieren.