Fussball-Regionalliga Bayern

Es macht einfach Spaß zuzuschauen

von Redaktion

4:1-Sieg gegen die SpVgg Greuther Fürth II gestern Abend im Jahnstadion – hörte sich nach einer klaren Angelegenheit für den Fußball-Regionalligisten 1860 Rosenheim an, war es aber nicht.

Vielmehr war es ein hartes Stück Arbeit in einem Spiel, das trotz der widrigen Platzverhältnisse nicht nur kämpferische, sondern auch eine Menge an spielersicher Klasse bot. Es macht einfach Spaß den Sechzigern zuzuschauen. Da werden für das Eintrittsgeld Spiel für Spiel Topleistungen geboten und das honorierten die 200 Zuschauer nach dem Schlusspfiff mit viel Applaus.

Pfeilschneller Leopold Krüger

Das Spiel war zunächst geprägt von zwei Spielern, die Trainer Tobias Strobl neu ins Spiel brachte und von einigen glücklichen Momenten, die Rosenheim mit einer scheinbar beruhigenden Führung in die Kabinen gehen ließ. Die beiden neuen Spieler im Vergleich zum Schweinfurt-Spiel waren Maxi Höhensteiger, der für den beruflich verhinderten Michael Denz ins Spiel kam und Leopold Krüger, der für Bruno Ferreira Goncalves von Beginn an ran durfte – und wie. Der Sechziger-Neuzugang bereitete den Fürthern seiner Schnelligkeit viel Kopfzerbrechen. Nach einem, blitzsauberen Konter über Danijel Majdancevic und Krüger kam Höhensteiger an den Ball, zog ab und über den Innenpfosten landete der Ball im Fürther Tor. Es war Höhensteigers erster Regionalliga-Treffer.

Mindestens genauso schön war das 2:0. Dieses Mal sprintete Krüger seinem Gegenspieler auf der rechte Seite davon, seine scharfe Hereingabe verlänger Korbinian Linner und Danijel Majdancevic hatte aus kurzer Distanz keine Mühe den Ball ins Tor zu schieben. Auch Fürth hatte seine Chancen, die aber teilweise unkonzentriert oder auch mit Pech vergeben wurden. So wie in der 39. Minute als Lukas Gugganig nur den Pfosten traf. „Wie viele Chancen brauchen wir denn noch,“ ärgerte sich Fürths Trainer Timo Rost, als seine Spieler kurz vor der Halbzeit einen Fehler von Torhüter Mario Stockenreiter nicht nutzen konnten. Als der Sechziger-Keeper ausrutschte, brachten die Gäste-Stürmer zweimal den Ball nicht im leeren Tor unter.

Der nicht unverdiente Anschlusstreffer gelang den Fürthern kurz nach der Pause. Dieses Mal legte sich Stockenreiter den Ball nach einem harmlosen Kopfball von Maderer praktisch selbst ins Netz. Jetzt schwammen die Sechziger und auch eine Gelb-rote Karte für Marco Wiedmann trug zunächst nicht zur Beruhigung des Sechziger-Spiels bei – bis Max Mayerl kam. Gegen seinen raffinierten und genauso gewollten Außenrist-Schuss war der Gäste-Keeper machtlos – 3:1 und scheinbar die Vorentscheidung. Aber Fürth gab nicht auf und dann machte Stockenreiter seinen Fehler wieder gut, parierte gegen den völlig freistehenden David Raum und kurz vor der Linie holte der wieder starke Pius Krätschmer den Ball von der Linie. Damit war der Fürther Widerstand gebrochen und so durfte eine weiterer Spieler seine Tor-Premiere feiern. Der inzwischen eingewechselte Bruno Ferreira Goncalves sorgte nach toller Vorarbeit von Danijel Majdancevic für den 4:1-Endstand.

Sechziger-Trainer Tobi Strobl sprach von einem „glücklichen Sieg, denn das Spiel hätte durchaus anders laufen können.“ Das sah auch Fürths Trainer Timo Rost so, der aber den Sechzigern gratulierte, „denn wer aus sechs Chancen vier Tore macht, hat den Sieg verdient.“ Rosenheims Sportlicher Leiter Hans Kroneck freute sich besonders über die starken Leistungen der jungen Spieler, „die von unserem Trainer permanent eingesetzt und weiterentwickelt werden.“

TSV 1860 Rosenheim: Mario Stockenreiter, Georg Lenz, Robert Köhler, Ludwig Räuber, Maximilian Höhensteiger (68. Sebastian Weber), Philipp Maier, Pius Krätschmer, Leopold Krüger (52. Markus Einsiedler), Maximilian Mayerl, Korbinian Linner (60. Bruno Ferreira Goncalves), Danijel Majdancevic

Schiedsrichter: Florian Fleischmann (Kreith/Pittersberg) – Zuschauer: 200

Tore: 1:0 Maximilian Höhensteiger (8.), 2:0 Danijel Majdancevic (28.), 2:1 Stefan Maderer (48.), 3:1 Maximilian Mayerl (67.), 4:1 Bruno Ferreira Goncalves (74.)

Gelb-Rot: Marco Wiedmann (52./SpVgg Greuther Fürth II/wiederholtes Foulspiel).

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