Bergen – Der Startschuss für den 44. Internationalen Hochfellnberglauf fällt am morgigen Sonntag um 10 Uhr an der Talstation der Hochfelln-Seilbahn. Nachmelden kann man sich am Samstag von 15 bis 17 Uhr in der Tourist-Info in Bergen und am Sonntag, von 7 bis 9 Uhr am Kaser 36 im Startbereich. Für Zuschauer gibt es bis 10 Uhr verbilligte Berg/ Talfahrt-Tickets (12 Euro).
Ein Markenzeichen des Hochfellnberglaufes ist die gesunde Mischung aus Profis und Amateuren, die dem Veranstalter schon immer sehr wichtig war. Dass der deutsche Berglaufklassiker auch für Hobby- und Breitensportler attraktiv ist, liegt nicht zuletzt an der Kreismeisterschaft Inn/Chiemgau. Favoriten in dieser Sonderwertung sind Ausnahme-Sportler Anton Palzer (Adidas Red Bull) aus Ramsau, der mit einer Laufzeit von 45:01 Minuten die Gau-Rangliste anführt, und die derzeit beste deutsche Bergläuferin Michelle Maier (PTSV Rosenheim) aus Bad Aibling. Renate Forstner (TSV 1860 Rosenheim) kommt sicherlich fürs Podium infrage.
Topfavorit bei den Herren ist der dreifache Hochfellnberglaufsieger und Weltranglistenerste Petro Mamu Shaku aus Eritrea. Zuletzt holte er bei der Berglauf-Langstrecken-Weltmeisterschaft im italienischen Premana den Titel und besiegte beim 30. Red Bull Dolomitenmann im österreichischen Lienz den amtierenden Weltmeister Victor Kiplangat aus Uganda und den Weltmeister von 2015, Joseph Gray aus den USA. Heiße Kandidaten für das Podium sind Mamus Landsmann Yossief Tekle, der den Hochfellnberglauf 2015 gewann, und der Italiener Antonio Toninelli. Als Anwärter auf die „Top Ten“ gelten Lokalmatador Anton Palzer, die starken Italiener Alex Baldaccini, Francesco Puppi und Hannes Perkmann, Robert Krupicka aus Tschechien, Andrzej Dlugosz aus Polen, Filmon Abraham und Jonas Lehmann aus Deutschland sowie der neuseeländische Berglaufstar Jonathan Wyatt, der sich in seiner einzigartigen Karriere bisher achtmal in die Siegerliste des Hochfellnberglaufes eintragen konnte und mit sieben Weltmeistertiteln als bester Bergläufer aller Zeiten gilt.
Bei den Frauen geht der Sieg nur über Streckenrekordhalterin Andrea Mayr aus Österreich. Die beste Bergläuferin aller Zeiten ist sechsfache Weltmeisterin, vierfache Europameisterin und siebenfache Hochfellnberglaufsiegerin. Für das Podium und die Preisgeldränge kommen ferner Lokalmatadorin Michelle Maier aus Bad Aibling, deren Landsfrau Sandra Kistner, die Tschechin Pavla Schorna und die Italienerin Antonella Confortola Wyatt in Frage.
„Mit dieser Spitzenbesetzung nimmt Bergen unter den diesjährigen Weltcuporten Bolognano Arco/Italien, Bludenz/Österreich, Willer sur Thur/Frankreich und Susa/Italien auch dieses Jahr die führende Stellung ein“, so der „Vater des Hochfellnberglaufs“ und OK-Vize Georg „Bibi“ Anfang.
Ein Großteil des DLV-Berglaufkaders meidet den bestbesetzten Berglauf-Weltcup auch in diesem Jahr. „Mir ist das schleierhaft, womöglich haben sie Angst vor dem Hochfelln oder vor der starken Konkurrenz“, mutmaßt Anfang, der auch noch mit über 80 Jahren für die Athleten-Akquirierung zuständig ist. Immerhin haben die beiden Aushängeschilder des DLV-Berglaufkaders ihren Start fest zugesagt: Schilthorn-Inferno-Halbmarathonsieger Jonas Lehmann (TuS Heltersberg) und die amtierende deutsche Meisterin und letztjährige Junioren-Weltmeisterin Sarah Kistner (MTV Kronberg), die 2015 hinter Andrea Mayr bereits die zweitschnellste Frau war.mmü