Bad Aibling – Eines ist jetzt schon klar: Heute, Samstag, 19 Uhr, wird die Sporthalle im Sportpark Bad Aibling brechend voll sein und die Fans werden wie eine Wand hinter ihrem Team stehen. Die Firegirls feiern in der DBBL-Bundesligasaison 2017/18 Heimpremiere gegen Herne und wollen sich und ihr Publikum natürlich mit einem Erfolg beschenken.
Im dritten Spiel dieser Saison gegen den Lokalrivalen aus Wasserburg zeigten die Aiblingerinnen am Mittwochabend in der Pokalpartie in der Innstadt bei der relativ knappen 58:75-Niederlage ihre bis dahin beste Leistung. Kämpferisch und spielerisch war das ein klarer Schritt nach vorne, und so will das Aiblinger Trainerteam den Schwung dieser Begegnung auch in das Heimspiel gegen den TC Herne mitnehmen.
Wobei Trainer Milos Kandzic klar die Rollen verteilt: „Wir sind hier auf jeden Fall Außenseiter.“ Mit dieser Aussage nimmt er einerseits den Druck von seinem Team, andererseits hat er auch Argumente, die seine Meinung untermauern. „Herne ist sehr gut aufgestellt. Die reisen mit elf Spielerinnen an und können gut rotieren. Außerdem hat das Team sehr gute Werferinnen in seinen Reihen, Herne zeichnet sich auch durch viel Disziplin aus.“
Dem können die Firegirls derzeit nur Siegeswillen und Hingabe entgegensetzen. Denn nach der Verletzung von Spielführerin Lena Bradaric hat sich noch keine Aufbauspielerin gefunden, die diese Lücke schließen kann. „Da müssen einige Spielerinnen noch lernen, Verantwortung zu übernehmen“, sagt Kandzic. „Das geht aber nicht von heute auf morgen.“ Mittelfristig sieht er hier die quirlige Französin Cyrielle Recoura in dieser Rolle. „Sie muss sich das nur noch etwas mehr zutrauen. Es ist natürlich nicht ganz einfach, denn eine Aufbauspielerin ist wie ein Trainer auf dem Feld– sie muss die anderen dirigieren.“
Da verletzungsbedingt der Kader der Aiblingerinnen sehr dünn geworden ist, werden auch am Samstag wie schon in Wasserburg die Jugendspielerinnen Sonja Nagel und Vanessa Gibbels zum Einsatz kommen. Sie gilt es jetzt, so schnell wie möglich ans Team heranzuführen und Abläufe zu automatisieren. Wie so oft in den vergangenen Wochen liegt der Trainingsschwerpunkt auch vor dem Herne-Spiel auf der Defense. Damit gute Offensivaktionen nicht postwendend von den Gegnerinnen bestraft werden.
Und so heißt es beim Heimauftakt: Kämpfen, gut verteidigen und am Korb mehr Konsequenz zeigen. Kandzic: „Wenn wir das umsetzen können, bin ich zuversichtlich, dass wir den ersten Sieg der Saison landen können.“ Trotz Außenseiterdaseins. re