Fussball-Regionalliga Bayern

Nach vergebener 1860-Topchance schlug Pipinsried zu

von Redaktion

Rosenheimer verloren gestern Abend das Heimspiel gegen den Aufsteiger vor 330 Zuschauern mit 0:1

Rosenheim – „Natürlich ist dieses Spiel etwas Besonderes für mich. Ich habe drei Jahre als Spielertrainer in Pipinsried gearbeitet und kenne noch sehr viele Spieler“, erklärte Rosenheims Coach Tobi Strobl vor dem Regionalliga-Spiel gestern Abend gegen seinen Ex-Verein Pipinsried, nachdem er einige Pipinsrieder herzlich begrüßt hatte. Nach dem Spiel war Strobl nicht mehr so gut gelaunt: „Wir haben viele Fehler gemacht, haben technisch unsauber gespielt und in der zweiten Halbzeit hat mir die Körpersprache meines Teams nicht gefallen.“

Die Gäste aus Pipinsried hatten seine Mannschaft quasi entzaubert und machten sich mit einem 1:0-Sieg auf die Heimreise. Und das nicht unverdient, denn die Rosenheimer fanden fast über die gesamte Spielzeit kein Mittel, die diszipliniert und gut stehende Pipinsrieder Mannschaft in Schwierigkeiten zu bringen. „Unser Plan ist aufgegangen. Wir haben die Räume eng gemacht, sind gut gestanden und als wir im Spiel waren, sind wir frecher geworden. Wir haben verdient gewonnen“, sagte Pipinsrieds Spielertrainer Fabian Hürzeler nach den 90 Minuten. Die Gäste besiegten die Sechziger mit deren Waffen, setzten die Gastgeber oft schon am eigenen Strafraum unter Druck und verhinderten damit einen gezielten Spielaufbau der Sechziger, die erst in der 26. Minute erstmals aufs Gästetor abschlossen. Anders die Pipinsrieder, die handlungsschneller wirkten, immer Überzahl am Ball schufen und in der ersten Halbzeit kaum einmal in Gefahr gerieten. Der Aufsteiger hatte seinerseits ein paar gefährliche Abschlüsse, vor allem wenn sich Christoph Burkhard den Ball für einen Standardsituation zurechtlegte.

Nach dem Seitenwechsel und mit der Einwechslung von Korbinian Linner wurden die Sechziger gefährlicher und hatten die Riesenchance zur Führung. Pius Krätschmer spielte Danijel Majdancevic frei und der zielte völlig freistehend vor Torhüter Thomas Reichlmayr am rechten Pfosten aus der Sicht des Schützen vorbei. „Das war für mich die spielentscheidende Szene. Wenn Dani das Tor macht, gewinnen wir“, war sich Rosenheims sportlicher Leiter Hansjörg Kroneck nach dem Spiel sicher. Im Gegenzug hatte Pipinsried die Riesenchance zur Führung durch Manuel Müller, dessen Schuss Wiggerl Räuber von der Linie holte.

Der Siegtreffer gelang den Gästen in der 65. Minute als Hürzeler den Ball nach einem Burghard-Freistoß mithilfe der Rosenheimer ins Tor schummelte. „Das war kein Freistoß und mit der Schiedsrichterleistung war ich nicht zufrieden. Jede Kleinigkeit wurde gepfiffen, das hatte nichts mit Regionalliga-Fußball zu tun“, sagte Kroneck nach dem Spiel. Pipinsried war das egal, denn die Gäste überstanden auch noch zwei Sechziger-Chancen durch Einsiedler und durften nach dem Schlusspfiff jubeln.

TSV 1860 Rosenheim: Mario Stockenreiter, Georg Lenz, Michael Denz (73. Maximilian Höhensteiger), Robert Köhler, Pius Krätschmer, Philipp Maier, Leopold Krüger (46. Korbinian Linner), Maximilian Mayerl, Ludwig Räuber, Markus Einsiedler, Danijel Majdancevic – Trainer: Tobias Strobl

Schiedsrichter: Jonas Schieder (Weiden) – Zuschauer: 330

Tor: 0:1 Fabian Hürzeler (65.)

Gelb-Rot: Philipp Maier (84./ 1860 Rosenheim/wiederholtes Foulspiel).

Am Dienstag Pokalspiel gegen Würzburg

Keine Pause für 1860 Rosenheim: Im Viertelfinale des Toto-Pokals empfangen die Sechziger am Dienstag, 14 Uhr, den Drittligisten Würzburg im Stadion an der Jahnstraße.

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