Na also, es geht doch! Der SV Wacker Burghausen hat sich am 13. Spieltag der Fußball-Regionalliga Bayern den dritten Heimsieg geschnappt und den FC Bayern München II am Freitagabend dank einer Energieleistung nach der Pause mit 3:1 in die Knie gezwungen. Nach vier Runden ohne Sieg endlich der heiß ersehnte Dreier für die Elf von Trainer Patrick Mölzl.
Mann des Abends in einem überaus unterhaltsamen Match war Burghausens Sascha Marinkovic, der einen Doppelpack schnürte und als ständiger Unruheherd die Bayern-Defensive immer wieder kräftig durcheinanderwirbelte.
„Wir wollten von Anfang an aggressiv ins Spiel gehen, das ist uns aber erst nach der Pause besser gelungen“, so der zweifache Torschütze, der selbst schon vor dem Wechsel immer wieder Zeichen setzte und absoluten Willen demonstrierte. Der ehemalige Rosenheimer war unheimlich schnell unterwegs, wirkte immens spritzig und erarbeitete sich mit jeder guten Aktion mehr Selbstvertrauen.
Im ersten Durchgang sah es lange nach einem ungefährdeten Erfolg für die Bayern aus, die mit Spielwitz und Leichtfüßigkeit glänzten. Immer wieder angetrieben von Kapitän Niklas Dorsch und dem unglaublich auftrumpfenden U19-Spieler Adrian Fein marschierte das Team von Trainer Tim Walter spielerisch beeindruckend durchs Wacker-Mittelfeld. Die Führung durch Milos Pantovic, der aus kurzer Entfernung ins lange Eck traf (24.), ging in Ordnung.
„Im zweiten Durchgang waren wir giftiger und aggressiver und haben gut umgeschaltet. Wir haben es nicht mit der Brechstange versucht, sondern einen vernünftigen Ball nach vorne gespielt“, so Mölzl. Und das hatte nach einigen Fehlversuchen auch Erfolg, als Dorsch Marinkovic von den Beinen holte und der Burghauser Sturmführer Leo Weinkauf im Tor der Bayern vom Punkt aus keine Chance ließ (63.). Der Bann war gebrochen und Marinkovic erzielte nach einem Konter über Kevin Hingerl sein achtes Saisontor (72.).
„Das Spiel haben wir verloren, nicht Burghausen gewonnen“, erklärte Bayern-Coach Walter verärgert. Differenzierter sah es Co-Trainer Tobi Schweinsteiger: „Wir haben nach der Pause einfach die Kompaktheit verloren.“ Und Wacker-Coach Mölzl meinte: „Wir waren auch vor der Pause nicht so schlecht. Bayern hat zwar das Spiel dominiert, aber wir haben auch drei große Chancen. Nach der Pause hatten wir die Tore schön herausgespielt und verdient gewonnen.“
Burghausen: Flückiger – Schulz, Hofstetter, Buchner, Subasic, – Hingerl, Wächter – Bann (83. Hahn), Duhnke (79. Richter), Sulmer (73. Holek) – Marinkovic.
Tore: 0:1 Pantovic (24.), 1:1 Marinkovic (63., Foulelfmeter), 2:1 Marinkovic (72.), 3:1 Buchner (80.)
Schiedsrichter: Haslberger (St. Wolfgang)
Zuschauer: 1020 mb