Der Wasserburger Vorsprung an der Tabellenspitze bleibt trotz der ersten Punktverluste komfortabel, der SV Saaldorf ist das Team der Stunde, und der TSV Ottobrunn kann als abgeschlagenes Schlusslicht langsam für die Kreisliga planen – dieses Fazit kann man nach der jüngsten englischen Woche der Fußball-Bezirksliga Ost ziehen.
In der Torschützenliste führt Christian Rickhoff (FC Finsing) mit neun Treffern vor Andrija Bosnjak (TSV Wasserburg) und Maximilian Lechner (TSV Dorfen/je acht). Sieben Tore haben Franz-Xaver Pelz (ASV Au) und Razvan Rivis (VfL Waldkraiburg) auf ihrem Konto.
Einen super Lauf hat der SV Saaldorf – und das nach mäßigem Saisonstart. Auch gegen Haidhausen (3:2) und in Ebersberg (3:0) gelangen der Crew aus dem Berchtesgadener Land wieder zwei Siege. Felix Großschädl (46.) und Kapitän Johannes Hafner sorgten gegen Haidhausen zunächst für einen vermeintlich beruhigenden 2:0-Vorsprung. Dann jedoch stellte die SpVgg mit Treffern von Toni Rauch (64.) und Altuc Selcuk (67.) den Gleichstand her, ehe Hafner (86.) die SVS-Fans unter den 150 Zuschauern endgültig jubeln ließ. Auch vor 100 Fans im Ebersberger Waldsportpark ließen die Saaldorfer nichts anbrennen. Michael Schreyer (41.) und der zweimal erfolgreiche Michael Hauser (76. und 85./Foulelfmeter) zogen den Grün-Weißen den Zahn.
Gut erholt von der Niederlage in Wasserburg zeigte sich der SC Baldham-Vaterstetten, der am Mittwochabend den TSV Ottobrunn mit 3:0 abblitzen ließ. Fabian Kreißl (47.), Roman Krumpholz (73.) und Ljeotrim Sekiraqa (84.) erzielten vor nur 45 Zuschauern die Tore für die Elf von Mike Probst, die nun – punktgleich mit Saaldorf – die Rolle des „Wasserburg-Jägers“ einnimmt, wobei diese Bezeichnung freilich leicht übertrieben ist.
Nicht gut läuft es derzeit dagegen für Michael Kostners TSV Dorfen, der nach vier sieglosen Spielen einen Direktabstiegsrang einnimmt. Eine der jüngsten Niederlagen, nämlich das 0:1 vor 150 Fans gegen den Kirchheimer SC, besiegelte Fabian Löns mit seinem Treffer in der 23. Minute.
Die „Hopp-oder-top“-Mannschaft der Liga mit einer kuriosen 7-0-6-Bilanz ist die SG Schönau, die als einziges Team des 16er-Feldes noch nie unentschieden gespielt hat. Zuletzt überraschte die Elf von Trainer Tom Meißner mit einem 4:1-Sieg in Haidhausen. Vor 100 Schaulustigen zeichnete sich Stefan Weinbuch (Sohn des erfolgreichen Bundestrainers der Nordischen Kombinierer Eric Frenzel, Johannes Rydzek und Co.) als zweifacher Torschütze aus (49./60.). Außerdem trafen Sebastian Wessels (20.) und Stefan Aschauer (88.) für die Königsseer ins Schwarze. Das einzige Tor für Haidhausen erzielte Pascal Scialdone (76.).
Der 14. Spieltag wird bereits heute um 20 Uhr in der Wasserburger Altstadt (Stadion an der Landwehrstraße) mit dem Duell gegen den Ex-Landesligisten Kirchheimer SC eingeläutet. cs