Wasserburg – Beim Champions Cup Mitte September holten sich die „Sterne“ den Sieg und damit den ersten Titel für ein Nicht-Wasserburger Team nach elf Pokalsiegen, Meisterschaften und Champions-Cup-Siegen des TSV in Folge. Bei der 75:93-Niederlage hatten die Wasserburgerinnen einen Zwölf-Punkte-Halbzeitrückstand im dritten Viertel zwar noch einmal zum 60:60 ausgleichen können, mussten die Gegnerinnen dann aber wieder davonziehen lassen. Ein 0:9-Lauf drei Minuten vor Spielende besiegelte die Niederlage endgültig.
Seitdem gab sich keiner der beiden Clubs mehr eine Blöße: jeweils vier Siege in der Bundesliga, Einzug in die nächste Pokalrunde und Erfolg zum EuroCup-Auftakt. Denn nicht nur die Innstädterinnen gewannen ihren ersten internationalen Auftritt der Saison in Brünn, auch Keltern konnte am Donnerstagabend PEAC Pecs mit 77:69 schlagen. Topscorerin für das Team von Coach Christian Hergenröther war dabei die Weißrussin Tatsiana Likhtarovich mit 16 Punkten, die in der DBBL noch nicht groß in Erscheinung getreten war.
In den bisherigen vier Ligaspielen erzielten bei Keltern sieben Spielerinnen 8,5 oder mehr Zähler im Schnitt, allen voran die US-Amerikanerin Amber Orrange (12,3) und die Serbin Marina Markovic (11,5). Nach ihrer Knieverletzung präsentiert sich auch die Ex-Wasserburgerin Stina Barnert mit zehn Punkten und 3,5 Assists pro Spiel in hervorragender Form. „Die Vorbereitung ist kurz und schwierig“, klagt Wasserburgs Headcoach Georg Eichler, der mit seiner Mannschaft am Donnerstag erst am späten Nachmittag von der EuroCup-Reise zurückgekommen ist: „Aber wir freuen uns auf Keltern, dieses Spiel wird uns als Team weiterbringen.“ Sein Fokus liege derzeit aber klar bei der nächsten EuroCup-Partie am Donnerstag gegen Venedig.soa