Eishockey-Oberliga Süd

Zu wenig Tore für viele Chancen

von Redaktion

Starbulls Rosenheim besiegen Waldkraiburg mit 4:1 – Vier verschiedene Torschützen

Rosenheim – Am Ende waren beide Trainer zufrieden. Starbulls-Coach Manuel Kofler natürlich, denn seine Mannschaft hatte das Heimspiel in der Eishockey-Oberliga Süd gegen den EHC Waldkraiburg mit 4:1 gewonnen und damit den fünften Sieg im fünften Spiel eingefahren. Aber auch Sergej Hatkevitch, Trainer der Gäste, die sich in Rosenheim wesentlich besser verkauft haben als noch vor 14 Tagen, als man vor heimischer Kulisse mit 0:6 unterlag.

„Kompliment an Waldkraiburg, das bis zum Umfallen gekämpft hat“, lobte auch Kofler nach der Begegnung. Das meinte auch Hatkevitch: „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Wir haben lange um das zweite Tor und den Anschluss gekämpft“, so der Waldkraiburger Coach, der sich freute, „dass wir im zweiten Drittel 1:1 gespielt haben“.

Das war kurioserweise der Durchgang, in dem die Starbulls laut Kofler „den Rhythmus gefunden haben“. Erstmals in dieser Saison hatte seine Mannschaft mit vier Sturmreihen gespielt, das brauchte dann auch seine Zeit, um die Abläufe zu finden. Und so hatte Waldkraiburg nach drei Minuten die erste gute Chance durch Nico Vogl, der allerdings an Goalie Lukas Steinhauer scheiterte. Letztlich gingen die Hausherren aber doch mit einer 2:0-Führung in die Kabine, einmal traf Tobias Draxinger, nachdem Baindl und Daxlberger mit guten Laufwegen dem Waldkraiburger Goalie Korbinian Sertl die Sicht verdeckten, beim zweiten Tor war Verteidiger Florian Krumpe erfolgreich, nachdem Christoph Echtler mit viel Übersicht agierte und den vor dem Tor freistehenden Youngster bediente.

„Wir haben dann viele schöne Torchancen herausgespielt“, meinte Kofler. Allerdings gab es im zweiten Drittel zu wenig Tore aus diesen Spielzügen. Nur einmal klappte es, allerdings war das 3:0 herrlich kombiniert: Über Fabian Zick und Daniel Bucheli kam der Puck zu Andreas Nowak, der dann erfolgreich war. Bucheli, Michael Fröhlich und Thomas Reichel scheiterten dann am Pfosten oder dem stark aufspielenden Sertl, auf der anderen Seite traf der Kanadier Brent Norris mit einer feinen Einzelleistung zum Waldkraiburger Anschluss. Norris war einziger Kontingentspieler bei den Gästen, weil sein Partner Ken Neil wegen einer Leistenzerrung aussetzen musste.

Auch im letzten Durchgang begnügten sich die Starbulls mit einem Treffer, den erzielte Fröhlich, als er einen Bandenabpraller nach Schuss von Matthias Bergmann über die Linie drückte. Und so gab es zum Einstand von Neuzugang Manuel Neumann (Kofler: „Er hat sich gut integriert und es gab relativ wenige Abstimmungsprobleme“) einen verdienten Derbysieg. „Rosenheim ist für uns ein Kaliber zu hoch“, meinte Hatkevitch – mal sehen, wie es in dieser Hinsicht am morgigen Sonntag mit Landshut läuft.

Statistik: Starbulls Rosenheim – EHC Waldkraiburg 4:1 (2:0, 1:1, 1:0). Starbulls: Steinhauer (ab 21. Endres) – Neumann, Bergmann; Draxinger, Vollmayer; Gottwald, Krumpe – Daxlberger, Baindl, Fröhlich; Reichel, Nättinen, Lammassaari; Echtler, Bucheli, Zick; Wenzel, Heidenreich, Nowak. Tore: 1:0 (10.) Draxinger/Baindl, Fröhlich, 2:0 (12.) Krumpe/Echtler, Gottwald, 3:0 (23.) Nowak/Bucheli, Zick, 3:1 (30.) Norris/Thalhammer, Vogl, 4:1 (55.) Fröhlich/Bergmann, Daxlberger; Schiedsrichter: Gossmann; Strafminuten: Rosenheim 10, Waldkraiburg 8; Zuschauer: 2545.tn

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