Top 48-Bundesranglistenturnier im Tischtennis

Bis zum letzten Ballwechsel umkämpft

von Redaktion

Als beim Top 48-Bundesranglistenturnier der Schüler in Westerburg die Siegerehrung durchgeführt wurde, stand ein Tischtennis-Nachwuchstalent des SV DJK Kolbermoor ganz oben auf dem Podest.

Westerburg/Kolbermoor – Mike Hollo gewann das spannende und hochklassige Endspiel gegen Hannes Hörmann (TV 1879 Hilpoltstein) mit 11:13, 15:13, 11:7, 9:11 und 12:10. „Das war ein 50:50-Match“, berichtete der 13-Jährige nach seinem Triumph. „Am Anfang habe ich einige Zeit gebraucht, um in das Spiel zu finden. Zum Glück konnte ich mich steigern.“ Mit dem Erfolg hat sich Hollo mühelos für das Top 24 qualifiziert, das am 25. und 26. November in Neckarsulm ausgetragen wird. „Auch dort möchte ich natürlich gewinnen.“

Neun Begegnungen musste der Schüler-Nationalspieler in Westerburg absolvieren. Seine Bilanz: acht Siege und nur eine Niederlage. Die einzige Begegnung verlor Hollo bereits in der Gruppenphase gegen Bastian Steeg vom TuS Sundern in fünf Sätzen. „Mein Gegner spielte sehr unangenehm für mich.“ Anschließend gab sich das Eigengewächs aus Kolbermoor keine Blöße mehr, wenngleich das Endspiel bis zum letzten Ballwechsel sehr umkämpft war. Da sich zwei Spieler aus Bayern gegenüber standen, saßen keine Betreuer an der Box. „Das war schon eine ganz besondere Situation. Außerdem kennen Hannes und ich uns sehr gut.“ Nach seinem achten Platz im Vorjahr behielt Mike Hollo diesmal die Nerven und holte sich die Goldmedaille.

Im 48-köpfigen Teilnehmerfeld befand sich noch ein zweiter Schüler aus Kolbermoor: Luis Kraus, erst elf Jahre alt und teilweise drei Jahre jünger als seine Gegner, feierte trotz seines 43. Platzes eine gelungene Premiere und enttäuschte nicht.

Auch in der Schülerinnen-Konkurrenz ging eine Medaille nach Kolbermoor: Naomi Pranjkovic, die vor einem Jahr krankheitsbedingt nicht am Start war, freute sich über Silber. Unmittelbar nach dem verlorenen Finale gegen Leonie Berger (Borussia Düsseldorf) überwog jedoch die Enttäuschung. Und das nicht ohne Grund, denn beim Stand von 10:9 im fünften Satz ließ Pranjkovic einen Matchball aus. Anschließend unterlief der Zwölfjährigen auch noch ein Aufschlagfehler, sodass Berger mit 12:10 die Oberhand behielt. „Ich hatte mir kein spezielles Ziel gesetzt, aber natürlich wäre ich gerne Erste geworden“, so die Regionalliga-Spielerin. In einem hochklassigen Finale zog Naomi Pranjkovic, die zuvor in sechs Partien ohne Niederlage geblieben war und nur vier Sätze verloren hatte, trotz einer 2:1-Satzführung am Ende noch mit 11:7, 9:11, 11.5, 8:11 und 10:12 den Kürzeren. „Spielerisch waren meine Leistungen schon sehr gut. Jetzt möchte ich beim Top 24 ganz oben auf dem Podest stehen.“

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