Genau im Spiel gegen die Löwen verletzte sich Heiß und wie er im Gespräch mit den OVB-Heimatzeitungen verriet, steht er jetzt kurz vor der Rückkehr ins Mannschaftstraining. Seine Leidenszeit dürfte also bald vorbei sein.
Wissen Sie, wie lange Sie jetzt schon verletzt sind?
Ich kann es nicht genau sagen, aber es sind circa drei Monate. Es gibt definitiv Schöneres als die Wochen seiner Verletzung zu zählen. Ich bin aktuell ganz zufrieden mit der Entwicklung, ich laufe, mach schon wieder relativ viel mit dem Ball und hoffe, dass ich demnächst ins Mannschaftstraining einsteigen kann.
Was hat Ihnen genau gefehlt?
Ich hatte einen Muskelbündelriss mit Sehnenanriss im Oberschenkel.
Wann ist die Rückkehr auf das Spielfeld, beziehungsweise das erste Spiel geplant?
Das ist schwer zu sagen. Ich hoffe in drei, vier Wochen. Das dürfte realistisch sein. Vielleicht klappt es mit dem Heimspiel gegen 1860 München.
Jetzt fehlen Sie hinten und deshalb muss Wiggerl Räuber vom Mittelfeld zurück in den die Dreier- beziehungsweise Fünferkette. Sie fehlen hinten und Räuber deshalb im Mittelfeld. Das ist ja eine doppelte Schwächung für das Team.
So ist es auch wieder nicht, denn Wiggerl spielt hinten überragend. Es ist immer wieder überraschend, wie er da hinten drin spielt, weil man das alleine von seiner Statur nicht erwarten würde. Aber mit seiner Schnelligkeit und seinem überragenden Timing im Kopfballspiel ist er top. Und es ist immer wieder amüsant wie andere Mannschaften ihn wahrnehmen und sie ihn auf dieser Position eher unterschätzen, dann aber merken, dass sie keinen großen Auftrag gegen ihn haben.
Sie sind seit Wochen draußen auf der Bank und können nicht eingreifen. Grausam oder?
Es ist tatsächlich sehr bescheiden, wenn man als Spieler zuschauen muss und als Kapitän der Mannschaft nicht wirklich helfen kann. Aber die Jungs machen das super, obwohl wir jetzt eine kleine Durststrecke gehabt haben – körperlich und auch vom Selbstvertrauen. Unser Spiel ist einfach sehr kräftezehrend und das merkt man nach dem großen Pensum der letzten Wochen. Und man hat schon gesehen, dass uns das in den Knochen steckt. Deshalb war der letzte Sieg gegen Bayreuth so wichtig. Wir haben uns sehr darüber gefreut, auch wenn der Erfolg vielleicht ein bisschen unverdient war. Solche Siege pushen einen wieder nach vorne und es gab schon einige Spiele, die wir unverdient verloren haben. Ich erinnere mich da nur an die Niederlage bei 1860 München, als wir die bessere Mannschaft waren.
Wie haben Sie die Situation mit der Roten Karte gegen Danijel Majdancevic im Spiel gegen Bayreuth gesehen?
Aus unserer Sicht war es so, dass er den Fuß vor dem Zusammenprall noch zurückgezogen hat und deshalb waren wir alle sehr überrascht, dass er die Rote Karte bekommen hat. Vor allem, weil der Linienrichter eine sehr gute Sicht auf die Situation hatte. Aber es ist wohl momentan so, dass die Unparteiischen angehalten und vom DFB geschult werden, dass sie gefährliches Spiel mit einem Platzverweis ahnden müssen. Ich hoffe, dass das Videomaterial für Dani entlastend ist.
Interview: Hans-Jürgen Ziegler