„Für uns geht es darum, ein Endspiel um Platz zwei gegen Fribourg zu Hause zu erspielen“, so Georg Eichler vor der Partie gegen KP Brno: „Dafür werden wir vierzig Minuten kämpfen!“ Der Wasserburger Head-Coach baut darauf, dass nach den beiden Niederlagen in Fribourg und Nördlingen endlich auch wieder der Knoten im Angriff platzt: „Unser Offensivspiel ist in der letzten Woche ins Stocken gekommen, aber die Defense steht. Darauf müssen wir aufbauen, um vorne wieder Selbstvertrauen zu bekommen.“
In Tschechien feierte der amtierende deutsche Meister und Pokalsieger vor drei Wochen einen sehr guten Einstand in die internationale Saison. Nach etwas zähem Beginn dominierten die Gäste und gingen mit einer beruhigenden 40:16-Führung in die Kabine, die sie nach dem Seitenwechsel zwischenzeitlich bis auf 33 Punkte ausbauen konnten. Auch wenn in der Folge die Intensität nachließ, war der 73:51-Sieg auch in der ausgeglicheneren zweiten Halbzeit nie in Gefahr.
Aufseiten von Brünn punktete die 1,90 Meter große Edita Sujanova mit 14 Zählern am besten. Die routinierte Centerin, die 2010 mit Tschechien Vizeweltmeister geworden war, ist es auch, die bei den zwei weiteren Eurocup-Niederlagen in Fribourg (51:73) und Venedig (52:83) mit 19 bzw. 12 Punkte Topscorerin im Team von David Zdenek war. In der nationalen Liga steht seine Mannschaft, die komplett aus einheimischen Spielerinnen besteht und nur mit zwei Slowakinnen verstärkt ist, mit sechs Siegen aus acht Spielen auf dem dritten Rang. Hier kommen auch 1,94-Meter-Innenspielerin Ilona Burgrova und Aufbau Gabriela Andelova mit jeweils 10,8 Punkten pro Spiel auf eine zweistellige Ausbeute. Die junge Flügelspielerin Veronika Remenarova, die bei der Europameisterschaft für die Slowakei einen guten Eindruck hinterließ, kann derzeit für Brünn noch nicht ganz überzeugen. soa