Burghausen – Derby, Klappe die dritte binnen einer Woche! Und sollte es im dritten Aufguss nach den Pleiten gegen Buchbach und in Rosenheim auch am Samstag um 14 Uhr beim SV Schalding-Heining eine Niederlage für den SC Wacker Burghausen setzen, werden Trainer Patrick Mölzl und seine Kicker das prognostizierte Novembergrau vergleichsweise als Wohlfühlfaktor wahrnehmen.
Nicht dass die Tabellensituation mit 22 Punkten nach der Vorrunde übermäßigen Anlass zur Sorge böte, aber die Erwartungshaltungen sind halt beim einstigen Zweitligisten in manchen Etagen – weniger bei den Vereinsoberen – immer noch ganz anders. „Wir haben von Anfang gesagt, dass wir uns in einer Umbruchsaison befinden, in der nicht alles immer so klappen wird, wie man sich das wünscht“, sagt Mölzl, der mit der Vorrunden-Ausbeute freilich auch nicht zufrieden ist: „Da wäre viel mehr drin gewesen.“ Allerdings will der Coach den eingeschlagenen Weg weiter beschreiten und lässt sich auch von den Rückschlägen nicht beirren: „Wir werden sicher am Ende weiter vorne landen, als manche derzeit glauben. Wir haben gewusst, dass der Prozess nicht einfach werden wird, wenn die Spieler, die bislang ausschließlich Fußball gespielt haben, in das Arbeitsleben einsteigen.“ Dass einige der Kandidaten, die jetzt mit normaler Arbeit ihre Brötchen verdienen, teilweise eklatante Konzentrationsschwierigkeiten haben, gefällt dem Coach freilich am allerwenigsten. Dennoch sieht Mölzl keinen Handlungsbedarf: „Wenn wir jetzt einen Nothelfer nachverpflichten würden, wäre das Konzept über den Haufen geworfen. Das macht keinen Sinn.“ Ein wenig mehr Mölzl-Gen würde sich der Coach, der als Profi nach eigener Einschätzung ein „extrem unangenehmer Sechser“ war, von dem einen oder anderen natürlich wünschen. mb