Im Amateurbereich mussten die tschechischen Kämpfer erstmals Lehrgeld zahlen. Eugen Braun bot einen starken Fight, der Ingolstädter Stephan Wagenknecht punktete sich eher mühsam zu seinem letztlich verdienten Sieg. Steven KRT war es dann, der die Ehre der Tschechei wiederherstellte. Er musste aber gegen den jungen Rosenheimer Morehead erst eine knüppelharte erste Runde überstehen. Lokalmatador Rinor Gashi gewann seinen dritten Fight im Ballhaus. Er zeigte sich erneut boxerisch beeindruckend explosiv.
Im Kickboxen sah man ein unglaubliches K.o. von Hayder Öztürk, der sich zuvor mit Boos fast zwei Runden lang ein umkämpftes Duell im Schlagabtausch lieferte. Kevin Cekic konnte beim dritten Aggrelin-Auftritt endlich den ersten Sieg einfahren.
Im Co-Main-Event bekämpften sich Christian Lochner und Christian Jungwirth fast 15 Minuten lang, ohne dass einer der beiden auch nur einen Millimeter vom Gas gehen wollte. Der Bayer Lochner hatte die bessere Strategie, denn er sicherte sich mehrmals durch Takedowns die Oberlage, wodurch er dem gefürchteten Schlagabtausch mit Jungwirth geschickt aus dem Weg ging. Eine Unachtsamkeit zum Ende des Kampfes nützte Lochner dann mit einem Highkick zum Kopf aus, von dem sich der Stuttgarter nicht mehr erholte.
Im Main-Event entpuppte sich der schwergewichtige Franzose Isad Nabil gegen den Rosenheimer Lokalmatador Markus Grosse schnell als guter Striker, der einige Treffer, insbesondere Lowkicks, durchbrachte. Markus Grosse benötigte etwas Anlaufzeit, kam dann aber mit einer Rechten durch und beförderte seinen Gegner auf den Boden. Dort schien es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis der Franzose unter den harten Schlägen des Rosenheimers aufgeben muss. Doch dann wurde vom Referee ein Schlag von Grosse auf den Hinterkopf von Nabil gesehen, von dem sich der Franzose nicht mehr erholte. Deshalb gab es bei dem Fight keine Wertung. Markus Grosse hat bereits Einspruch eingelegt, da seiner Ansicht nach aus der seitlichen Lage kein Schlag auf den Hinterkopf erfolgen kann.
Auf Facebook schrieb Markus Grosse: „Dank Videobeweis war das kein Schlag auf den Hinterkopf. Das dürfte sogar für einen Laien gut zu sehen sein. Danke an alle, die mich unterstützt und angefeuert haben.“ re