Fussball-Regionalliga Bayern

Ohne Druck zum Club

von Redaktion

Noch vier Spiele hat der TSV 1880 Rosenheim vor der Winterpause in der Fußball-Regionalliga Bayern zu absolvieren. Den Auftakt zu einem hoch anspruchsvollen Restprogramm macht am heutigen Samstag die Auswärtspartie bei der Zweitliga-U23 vom 1. FC Nürnberg.


Anschließend folgen noch die Partien gegen Schalding-Heining, die Münchner Löwen und den FV Illertissen. Anpfiff im Max-Morlock-Stadion ist heute um 14 Uhr.

Nach zuletzt sechs Siegen am Stück kletterten die Amateure des FCN, die von Reiner Geyer trainiert werden, auf den dritten Tabellenplatz. Nach einem kleinen (2:2 in Buchbach) und einem größeren (0:3 in Schweinfurt) Ausrutscher rangieren die Franken zwar noch auf einem ordentlichen vierten Tabellenplatz, sind jedoch vor heimischer Kulisse sicherlich auf Wiedergutmachung aus.

In der Hinrunde konnten die Sechziger der Profi-Reserve beim 1:1-Unentschieden zwar noch ein Pünktchen abringen, doch – und das ist für zweite Mannschaften auf diesem Niveau häufig so – da war man noch nicht in dem Maße eingespielt wie es mittlerweile der Fall ist. Damals, so kurz nach der Sommerpause und Ende der Transferperiode, mussten die Clubberer zunächst elf Abgänge kompensieren und 16 Neuzugänge integrieren – Stand heute mit Erfolg. Auch wenn mit Dominic Baumann einer der stärksten Regionalliga-Knipser der letzten Saison nach Würzburg wechselte und Eduard Löwen zu den Profis beordert wurde, verfügt man im Frankenland immer noch über richtig viel Qualität. Stammspieler und Kapitän im Team von Reiner Geyer ist Christoph Wallner. Der Ex-Rosenheimer, der seinen Verein im Jahr 2016 verließ und sich letzte Saison in der Vorrunde einen Kreuzbandriss zuzog, kam nun in 17 von 19 Partien zum Einsatz. Auf ein Duell mit seinem jüngeren Bruder Michael, der bei den Sechzigern spielt, wird es trotzdem nicht kommen, da dieser aktuell noch die letzten Schritte seiner Reha absolviert und wohl erst 2018 wieder Teil des Teams sein wird.

Ansonsten ist im Lager der Sechziger die personelle Situation den Umständen entsprechend entspannt. Natürlich dünnen die lange Spielzeit, Pokalwochen und tiefe Platzverhältnisse die Kaderdecke ein Stück weit aus. Im Vergleich zu anderen Teams, die nicht selten über zehn Verletzte kompensieren müssen, stehen die Rosenheimer immer noch ganz ordentlich da. Der Einsatz von Youngster Markus Hartl (Sprunggelenk) ist noch nicht zu 100 Prozent gesichert. Ansonsten wird sich das Team von Tobias Strobl und Robert Mayer im Vergleich zu den Vorwochen nicht im Wesentlichen verändern. Ungeklärt ist noch der Einsatz von Matthias Heiß, der bereits vor zwei Wochen beim Sieg über Wacker Burghausen sowie beim Last-Minute-Unentschieden gegen den TSV Buchbach bereits eingewechselt wurde. Er könnte vielleicht sogar den gelbgesperrten Ludwig Räuber ersetzen. Nach seiner Sperre ist Markus Einsiedler wieder mit dabei.

Nürnberg gegen Rosenheim. Ein Duell, dass in der Vergangenheit häufig an die Franken ging. Aus zehn Partien holten sie fünf Siege und vier Unentschieden. Um im imposanten Max-Morlock-Stadion bestehen zu können, benötigen die Sechziger neben einer geschlossenen Mannschaftsleistung erneut den absoluten Einsatzwillen.

Gut bespielbarer Platz

„Wir erwarten eine spielerisch agierende Mannschaft, die taktisch hervorragend eingestellt ist. Zudem freuen wir uns auf eine Partie auf sicherlich gut bespielbarem Platz. Dies kommt ja zu dieser Jahreszeit nicht mehr allzu häufig vor“, so 60er-Trainer Tobias Strobl, der fortfährt: „Wir fahren völlig befreit und ohne jeglichen Druck nach Nürnberg und wollen unsere Serie von vier Spielen ohne Niederlage weiter ausbauen. Sofern wir unsere Leistung abrufen können, bin ich überzeugt, dass wir ein gutes Ergebnis mitnehmen können.“ mpo

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