Rosenheim – Vor der Länderspielpause mühten sich die Starbulls zu einem 5:3-Heimsieg gegen Lindau, wo sie am Sonntag, 18 Uhr, erstmals in ihrer Geschichte ein Gastspiel bestreiten. Vorher findet allerdings das Heimspiel gegen die Memmingen Indians statt. Der Auftrag von Trainer Manuel Kofler lautet: Zwei Siege und die Tabellenführung verteidigen. Er weiß allerdings auch, dass beide Gegner keine Laufkundschaft und schon gar keine Punktelieferanten sind.
Kofler über Memmingen: „Ich erwarte einen sehr defensiv agierenden Gegner, der Beton in der eigenen Zone anrührt und auf schnelle Gegenstöße lauert. Und die Qualität, dann auch Kontertore zu erzielen, haben die Memminger definitiv. Aber die Mannschaft ist gut darauf vorbereitet.“ Topskorer bei den Gästen aus Memmingen sind die beiden 34-jährigen Antti-Jussi Miettinen (5 Tore 19 Assists), der seit 2014 für die Indians spielt und Petr Haluza (11 Tore/9 Assists), der letzte Saison schon mit Freiburg gegen Rosenheim spielte. In 111 DEL2-Spielen kam der gebürtige Tscheche auf immerhin 45 Tore und 47 Assists. Bekanntester Spieler der Memminger ist allerdings der ehemalige deutsche Nationalspieler Jan Benda. Der mittlerweile 45-Jährige wurde letzte Saison in der Bayernliga zum „Verteidiger des Jahres“ gewählt. Seine Bilanzen: in der Bayernliga 19 Tore und 70 Assists in 55 Spielen und in der Oberliga in 95 Spielen 20 Tore und 62 Assists.
Große Namen auf der einen Seite, ein Kollektiv bei den Starbulls auf der anderen Seite, wobei die Rosenheimer weiter auf Michael Fröhlich verzichten werden: „Er hat seine Zerrung leider noch nicht vollständig überwunden. Wir wollen keinerlei Risiko eingehen und ihn erst wieder einsetzen, wenn er hundertprozentig fit ist.“ Matthias Bergmann und Yannik Wenzel konnten sich dagegen in der Spielpause auskurieren und sind nun wieder mit dabei. Auf der Torhüterposition hat sich Kofler für das Heimspiel gegen Memmingen auf Lukas Steinhauer festgelegt. bz