Gotha – „Und täglich grüßt das Murmeltier“ heißt der Streifen mit Bill Murray, bei dem ein Mann jedes Mal aufs Neue den gleichen Tag durchlebt – ähnlich dürften sich die Regionalliga-Basketballer des SB DJK Rosenheim im Spiel beim Tabellenzweiten Gotha Rockets gefühlt haben, nach dem das bittere Fazit wieder einmal heißt: Gegen ein Topteam lange hervorragend mitgespielt und am Ende beim knappen 78:84 doch wieder mit leeren Händen nach Hause gefahren…
Es ist fast immer der gleiche Film, der sich vor allem bei Spielen gegen die vermeintlich starken Gegner für die Grün-Weißen abspielt: Die Rosenheimer starten gut in die Partie, halten körperlich überlegene Gegner kämpferisch aufopferungsvoll in Schach und haben dann im Endspurt gegen routinierte Gastgeber die Nerven nicht im Griff. Dieses Mal führten die Rosenheimer vor dem letzten Spielabschnitt sogar mit 59:57, um sich in der entscheidenden Phase mit falschen Entscheidungen ein weiteres Mal um den verdienten Lohn eines Überraschungserfolgs zu bringen. Dabei hatten die Knezevic-Schützlinge den wichtigsten Teil ihrer Hausaufgabe eigentlich erledigt: Gothas Supertalent Kullamäe hatten sie gut im Griff und hielten den Esten auf äußerst passablen 18 Punkten, „dafür tat uns allerdings Robert Franklin sehr weh“, so Co-Trainer Stephan Hlatky. Weniger die 14 Punkte des US-Boys schmerzten, als vielmehr seine 16 Rebounds und 13 Assists, mit denen er seine Mitspieler so gut in Szene setzte, dass noch zwei weitere Thüringer zweistellig punkten konnten.
So blieb den SBR-Trainern am Ende nichts anderes übrig, als erneut die kämpferische Leistung des Teams zu loben, aus dem wieder das Trio Ganapamo, Hogges und Gaizauskas herausragte. Zudem erhielt Guard Timo Fliege ein Sonderlob, der immer wieder erfolgreich den Weg zum Korb suchte und auch seine Mitspieler bediente.
Für Rosenheim spielten Breitfeld (4 Punkte), Hogges (16), Fliege (7), Ganapamo (25), Bekteshi (3), Weigel, Gaizauskas (15) und Gheorghiu (8). aia