Fussball-Bayernliga Süd

Traunstein ist Zuschauerkrösus, die Stürmer sind treffsicherer

von Redaktion

Die 19 Klubs der Bayernliga Süd befinden sich in der Winterpause. 25 Spieltage mit 216 Spielen sind über die Bühne gegangen. Während der ASV Neumarkt, FC Ismaning und der TSV Landsberg 21 Spiele absolviert haben, stehen der SV Pullach, die DJK Vilzing, der TSV 1865 Dachau und der TSV 1860 München II bereits bei 24 gespielten Begegnungen.


Traunstein
– Die zweithöchste bayerische Spielklasse wird vom SV Heimstetten (49 Punkte) vor Vorjahresmeister SV Pullach (48) angeführt. Mit Aussichten auf den Titel und die Vizemeisterschaft folgen die DJK Vilzing (41) und der TSV Rain am Lech (40). Im kommenden Jahr darf also ein spannender Kampf um die vorderen Plätze erwartet werden. Die beiden Klubs auf den Plätzen 18 und 19 steigen in die Landesliga ab. Das sind derzeit die beiden Neulinge SB Chiemgau Traunstein und der TV Kornburg. Die Teams auf den Rängen 14 bis 17 müssen in die Relegation. Ab Rang neun abwärts müssen noch alle Teams zittern.

Elf Spieler, darunter acht Torleute, haben keine einzige Minute bei ihrem Verein gefehlt. Dauerbrenner waren Ladislav Caba (DJK Vilzing), Marijan Krasnic (SV Pullach), Maximilian Mayer (TSV 1865 Dachau), Tobias Heiland, Marc Penz (beide TSV Kottern), Kevin Maschke (TSV Rain/Lech), Taijioro Mori (1. FC Sonthofen), Benedikt Zeisel (TuS Holzkirchen), Philipp Beigl (TSV Landsberg), Daniel Rabanter (SpVgg Hankofen-Hailing) und Sebastian Fritz (FC Ismaning). Im Feld spielten damit alle Minuten nur Penz, Mori und Rabanter.

452 Spieler wurden in dieser Saison in den 216 Spielen in der Bayernliga Süd bisher eingesetzt. 557 Akteure standen auf den Spielberichtsbögen, 105 von ihnen blieben ohne Einsatzminute.

25 Trainer standen in der Saison 2017/18 in der Bayernliga Süd bisher an der Seitenlinie. Bei fünf Klubs gab es einen Trainerwechsel. Beim Aufsteiger SB Chiemgau Traunstein hörte Jochen Reil nach 14 Spielen auf, er wurde durch Stephan Schmidhuber ersetzt, der nun aber auch wieder aufhört. Beim TSV Schwabmünchen übernahm Paolo Mailo von Stefan Tutschka. Der TSV Landsberg trennte sich von Uwe Zenkner und installierte Guido Kandziora. Ende Oktober trat Herbert Heidenreich beim TSV Kornburg zurück. Für nur ein Spiel übernahm Alexander Contala, der dann auch das Handtuch warf. In den anderen Partien stand Co-Trainer Adriano Milano in der Verantwortung. Kurz vor der Winterpause machten Wolfgang Schellenberg beim TSV 1860 München II Platz für Ex-Nationalspieler Christian Wörns.

734 Tore wurden erzielt, was einen Schnitt von 3,39 Treffern pro Partie bedeutet (Vorjahr 599, Schnitt 3,10). Die Torjägerliste führt Sebastiano Nappo vom SV Heimstetten mit 18 Treffern an. Es folgen Lukas Dotzler (17, SV Pullach), Lukas Riglewski (17, SV Heimstetten), Marian Knecht (16, BCF Wolfratshausen), Michael Geldhauser (15, TSV Schwaben Augsburg), Orhan Akkurt (14, SV Heimstetten) und Christian Doll (14, TSV 1865 Dachau).

87 Elfmeter wurden verhängt (Vorjahr 76, 16 verschossen), von denen 18 verschossen wurden. Treffsicherste Schützen waren Lukas Dotzler (SV Pullach), Markus Smarzoch (ASV Neumarkt) und Qendrim Beqiri (TSV 1865 Dachau), die alle fünfmal trafen. Beqiri ließ aber eine Chance aus. Benedikt Gulielmo (TuS Holzkirchen) versenkte alle vier Strafstöße. Die meisten Elfmeter zugesprochen bekamen mit acht der TSV Schwabmünchen und der FC Ismaning. Schwabmünchen vergab fünf und Ismaning drei Möglichkeiten.

66 941 Zuschauer kamen bisher in die 19 Stadien, ein Schnitt von 310 Besuchern pro Partie (Vorjahr 288). Das ist ein leichter Anstieg. In der Bayernliga Nord lag der Zuspruch bei 332 Besuchern pro Match. Zuschauerkrösus im Süden ist Neuling SB Chiemgau Traunstein mit einem Schnitt von 689 Interessierten. Es folgen die DJK Vilzing (536), der SV Kirchanschöring (520) und die SpVgg Hankofen-Hailing (504). Am Ende der Rangliste stehen der BCF Wolfratshausen (114) und der SV Pullach (109). Den besten Besuch in dieser Spielklasse erreichte die Partie DJK Vilzing gegen den TSV 1860 München II mit 1850 Zuschauern, was für die Bayernliga Süd Rekord bedeutet. Das Eröffnungsspiel zwischen dem SV Kirchanschöring und dem SB Chiemgau Traunstein wollten 1750 Besucher sehen und zum Rückspiel kamen 1281 Fans. Die wenigsten Zuschauer verfolgten die Partie des SV Pullach gegen den 1. FC Sonthofen, zu der nur 50 Interessierte kamen.

28 Rote Karten (Vorjahr 31) gab es in der Bayernliga Süd sowie 33-mal Gelb-Rot (Vorjahr 46). Gänzlich ohne Platzverweise kam nur der 1. FC Sonthofen über die Runden. Verschont von Roten Karten blieb nur der ASV Neumarkt. Spitzenwert bei den Roten Karten sind vier für den BCF Wolfratshausen, drei Platzverweise kassierte der SV Kirchanschöring. Ohne Gelb-Rot kamen der TuS Holzkirchen, TSV Kornburg, SpVgg Hankofen-Hailing und der TSV Kottern über die Runden. Erster in der Fairness-Tabelle ist der 1. FC Sonthofen mit 30 Punkten deutlich vor der DJK Vilzing (44) und dem SV Heimstetten (47). Am Ende stehen der SV Kirchanschöring (75), TSV Schwaben Augsburg (77), SB Chiemgau Traunstein (82) und BCF Wolfratshausen (89).

Neun böse Buben gab es bisher, die zweimal und mehr vom Platz flogen. Martin Bauer vom SV Pullach erhielt als einziger Spieler zwei Rote Karten. Zweimal Gelb-Rot sahen Florian Wolf, Sebastian Brey (beide TSV 1865 Dachau), Max Bauer (SB Chiemgau Traunstein), Wilson Onyemaeke und Vincenzo Potenza (beide BCF Wolfratshausen), wobei Potenza auch noch einmal mit Rot abmarschierte. Je einmal Rot und Gelb-Rot gab es für Alexander Buch (TSV 1865 Dachau), Lukas Göttle (TSV Landsberg) und Fabio Mailo (TSV Landsberg).

Fünf Tabellenführer durften sich an den 25 Spieltagen über den Platz an der Sonne in der Bayernliga Süd freuen. Achtmal stand der SV Heimstetten ganz oben. Der SV Pullach hatte siebenmal die Pole-Position inne. Fünfmal führte der TSV Rain am Lech das Klassement an. Zweimal lag der Neuling TuS Holzkirchen und einmal der ASV Neumarkt vorne.dme

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