Eishockey-Oberliga

Eine Eishockey-Demonstration

von Redaktion

„Ja is‘ denn heut‘ schon Weihnachten“, dieser legendäre Werbespruch von Franz Beckenbauer ging gestern Abend den Rosenheimer Fans immer wieder durch den Kopf.

Was da unten auf dem Eis im Rosenheimer emilo-Stadion passierte, war im wahrsten Sinne des Wortes eine schöne Bescherung. Für die Rosenheimer Fans, Spieler und Verantwortlichen im positiven Sinn, für die Gäste aus Regenburg negativ gesehen, denn zwei Tage vor Heiligabend mussten die Eisbären einer 2:10-Packung nach Hause fahren.

Es war eine Eishockey-Demonstration was die Rosenheimer gestern Abend ihren Fans boten. Da lief eigentlich alles optimal. Fast optimal, denn es hätte nur noch ein Tor von Verteidiger Michael Rohner gefehlt, der sein Comeback mit einem zweistelligen Sieg feierte. Ärgerlich war gestern Abend nur der komplette Ausfall der Beschallungsanlage, doch das kompensierten die Fans auf ihre Weise und sagten die Torschützen einfach selbst an.

Rosenheim spielte mit bayerischer Auswahl

Ansonsten war es ein rundum gelungener Eishockey-Abend mit der besten Rosenheimer Leistung seit Wochen und das, obwohl die Rosenheimer ohne Kontingentspieler antreten mussten. Die beiden Finnen Petri Lammassaari und Jussi Nättinen meldeten sich krank. So spielten die Rosenheimer quasi mit einer bayerischen Auswahl und die funktionierte prächtig. „Es war eine Freude zuzuschauen wie unser überragendes Kollektiv gespielt hat, wie die drei Reihen geackert und Tore geschossen haben. Das war super“, erklärte Rosenheims Coach Manuel Kofler. Stand es nach dem ersten Drittel noch 2:0 nach den ersten beiden Toren des dreifachen Torschützen Thomas Reichel, brannten die Starbbulls im zweiten Spielabschnitt ein wahres Feuerwerk ab. Tobias Draxinger, Yannick Wenzel, Christoph Echtler, Dominik Daxelberger und Thomas Reichel schraubten das Ergebnis auf 7:1. Das Tor für Regensburg zum 1:3 erzielte der Ex-Rosenheimer Leopold Tausch.

Im letzten Drittel machten die Rosenheimer da weiter, wo sie nach 40 Minuten aufgehört hatten. In der 42. und 43. Minuten erhöhten Matthias Bergmann mit einem „Hammer“ und Dominik Daxelberger nach wunderbarem Querpass von Michael Baindl auf 9:2 und dann traf auch der Top-Torjäger der Liga Bosas zum 2:9. Der fiel bis dahin nur bei einer Schlägerei mit Michael Baindl auf. Den Schlusspunkt unter ein tolles Spiel der Rosenheimer setzte Yannick Wenzel mit seinem zweiten Tor.

Die Rosenheimer erzielten gestern Abend übrigens vier Tore in Überzahl, während man zwei Situationen in doppelter Unterzahl schadlos überstand. „Da hat auch Luca Endres wieder ganz stark gehalten“, lobte Manuel Kofler seinen jungen Keeper.

Regensburgs Trainer Beppi Heiß, der von Schiedsrichter Ruben Kapzan nach dem zweiten Drittel auf die Tribüne geschickt wurde, war nach dem Spiel total sauer. Nicht auf sein Team, sondern auf den Schiedsrichter, doch egal wer gestern Abend gepfiffen hätte, Regensburg wäre gegen Rosenheim sowieso chancenlos gewesen.

Statistik: Starbulls Rosenheim – Eisbären Regensburg 10:2 (2:0/5:1/3:1). Starbulls: Endres (Steinhauer) – Draxinger, Vollmayer; Gottwald, Rohner; Bergmann, Neumann. – Daxlberger, Bucheli, Baindl; Fröhlich, Reichel, Zick; Echtler, Heidenreich, Wenzel; Hein, Krumpe.

Tore: 1:0 (8.) Reichel/Fröhlich/Zick, 2:0 (10.) Reichel/Fröhlich, 3:0 (21.) Draxinger/Daxelberger/Bucheli, 3:1 (21.) Tausch (Bosas), 4:1 (26.) Wenzel/Draxinger, 5:1 (28.) Echtler (Penalty), 6:1 (31.) Daxelberger/Echtler/Neumann, 7:1 (36.) Reichel/Fröhlich/Draxinger, 8:1 (42.) Bergmann/Fröhlich/Neumann, 9:1 (43.( Daxelberger/Baindl/Draxinger, 9:2 (45.) Bosas/Vogel/Tausch, Bucheli/Baindl, Vollmayer, 10:2 (52.) Wenzel/Heidenreich. Schiedsrichter: Ruben Kapzan; Strafminuten: Starbulls Rosenheim 28, Eisbären Regensburg 74; Zuschauer: 2493. bz

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