Aus der Starbulls-Statistik

Neu gewonnene Defensiv-Stabilität

von Redaktion

Erste Scorerpunkte für Routinier Rohner und Youngster Henriquez

Rosenheim Diesen Jahresausklang hatten die Starbulls nach der als blamabel empfundenen 2:4-Niederlage in Waldkraiburg nicht erwarten können! Vier Punkte hinter Deggendorf, gerade noch so auf Rang zwei, die seit Wochen starken Landshuter sowie Selb im Nacken, wieder mehrere Cracks, darunter beide Kontingentspieler auf der Ausfallliste – keine guten Aussichten also. Und jetzt, nur vier Tage später, plötzlich Tabellenführer! Grund ist nicht nur, dass die Revanche gegen die Löwen und die Auswärtspartie in Regensburg gewonnen wurden, sondern auch, dass Deggendorf plötzlich dreimal in Folge patzte und Landshut, wodurch sich die „Blamage“ in Waldkraiburg ein bisschen relativierte, dort ebenfalls verlor.

Und so, wie sich die Löwen in Rosenheim präsentierten, konnte man durchaus nachvollziehen, wie sie es geschafft hatten, die Starbulls so unliebsam zu überraschen. Insgesamt schnitten sie auch besser ab als die Klubs, gegen die die Starbulls ihr Vier-Spiele-Programm in der Vorrunde bereits abgeschlossen haben. Sie schossen dabei sechs Treffer, genau so viele wie Miesbach und einen weniger als Regensburg, kassierten aber mit 16 Gegentoren wesentlich weniger als Regensburg (21) und Miesbach (24). Und sie holten dabei drei Punkte, mehr als Regensburg (einen) und Miesbach (null) zusammen.

Mit der Rückkehr von Steinhauer und Endres ins Tor sowie Micky Rohner ist auch wieder eine gewisse Stabilität in der Defensive eingekehrt. 80 Minuten lang hielten Lukas Steinhauer nach dem frühen Waldkraiburger Führungstor am Donnerstag und Luca Endres bis zum ersten Regensburger Treffer am Samstag den Kasten sauber, die drittlängste Phase, seit Steinhauer ganz zu Saisonbeginn zweimal mehr als 115 Minuten unbezwungen blieb. Dabei gab es gegen die Löwen ein echtes Déja vu: Zum dritten Mal in den letzten vier Heimspielen landete gleich der erste gegnerische Schuss im Rosenheimer Tor! Allerdings ist es kein überaus großer Grund zur Sorge, wenn der Gegner das erste Tor erzielt. Sechs der zehn Partien, in denen dies der Fall war, gewannen die Starbulls noch. Der Gegner tut sich da schon schwerer. 14 der 17 Begegnungen, in denen das erste Tor die Starbulls schossen, gewannen sie auch. Stichwort Endres: Erst ein einziges der acht Spiele, in denen er mehr als ein Drittel im Tor stand, ging verloren, nämlich das in Peiting, wo er bis zu seiner Verletzung vier Treffer kassierte.

Der Overtime-Sieg in Regensburg zum Jahresausklang war nicht nur vom Ergebnis her der am härtesten umkämpfte. Auch eine andere Zahl bestätigt dies: Fast 54 der knapp 62 Minuten Netto-Spielzeit stand es unentschieden; in keinem anderen Match gab es annähernd so lange Gleichstand. Beim 3:2-Overtime-Sieg gegen Landshut stand es 42:35 Minuten remis, und je mehr als 40 Minuten auch überraschenderweise in beiden Spielen gegen Lindau, das ganz aktuell die Starbulls durch den 4:1-Sieg gegen Deggendorf zum Tabellenführer machte. Und noch ein zahlenmäßiges Kuriosum: Die Regensburger schossen ihre Tore am Samstag in der 24. und der 51. Minute. In diesen beiden Spielminuten war in den 26 Spielen zuvor noch kein einziges Tor gefallen, weder für noch gegen Rosenheim. Nun bleibt die 47. Minute die einzige torlose in regulärer Spielzeit.

Einen tollen Jahresausklang feierte der jüngste Feldspieler, Enrico Henriquez Morales. Nach seiner Premiere vor einigen Wochen in Selb konnte er sich in beiden Begegnungen dieser Woche mit je einem Assist in der Scorerliste verewigen. In Regensburg war dann in seinem vierten Match der wiedergenesene Micky Rohner mit einer Vorlage an der Reihe. Und vier Spieler sollen noch genannt werden, die im neuen Jahr durchaus da weitermachen dürfen, wo sie das alte beendet haben. Manuel Neumann sammelte in den letzten 16 Spielen 23 Scorerpunkte und ging dabei nur dreimal leer aus, Matthias Bergmann und Daniel Bucheli (zwölf beziehungsweise dreizehn Punkte in den letzten zehn Spielen, nur zweimal ohne Scorerpunkt) haben ebenso einen Lauf wie Dominik Daxlberger, der mit drei Überzahltoren in den letzten sechs Begegnungen das Powerplay belebt hat.em

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