Eisschnelllauf

Letzter Härtetest vor Olympischen Spielen

von Redaktion

Einen letzten internationalen Härtetest haben die Inzeller Eisschnellläufer vor den Olympischen Spielen in Südkorea vor der Brust. Für Roxanne und Joel Dufter sowie Gabi Hirschbichler geht es zu den Europameisterschaften ins russische Kolomna.


Kurzfristig absagen musste Langstreckenspezialist Moritz Geisreiter wegen gesundheitlicher Probleme. „Ich habe mir kurz vor dem Abflug was eingefangen und verzichte sicherheitshalber auf einen Start“, so der 30-Jährige. „Ich hätte mich auf die Rennen gefreut, in Hinblick auf Pyeongchang aber eine logische Entscheidung, keine Risiken mehr einzugehen.“ Ähnlich sieht es auch sein Trainer Danny Leger. „Schade, er hätte um die Medaillen mitlaufen können. Wir werden ihn aber schonen.“ Zum ersten Mal in der Geschichte der Europameisterschaften werden die Medaillen über die Einzelstrecken und nicht im Mehrkampf vergeben. Das hätte Geisreiter richtig in die Karten gespielt, weil er über die kurzen Strecken nicht so sprintstark ist.

Für Joel Dufter sind es die ersten Europameisterschaften bei den Senioren. Nach seiner Erkrankung bei den „Übersee-Rennen“ im Dezember ist er nach eigenen Angaben wieder fit. „Ich habe zuletzt in den Trainingseinheiten wieder zu meiner Form gefunden. Was dann im Wettkampf passieren wird, ist aber schwierig zu sagen“, so der Youngster im Team. Dufter wird die 500, 1000 und 1500 Meter in Angriff nehmen. „Er soll wieder in den Rennrhythmus finden. Wir wollen in aller Ruhe wieder aufbauen“, erklärt Leger und erwartet zumindest über die 1000 Meter eine Top-Ten-Platzierung.

Das erwartet er auch von Roxanne Dufter über ihre Paradestrecke, die 1500 Meter. Dazu wird sie die 500- und die ungewohnten 3000 Meter in Angriff nehmen. Letztere dient als Vorbereitung für den Teambewerb bei Olympia. Schließlich hat das Team um Dufter, Gabi Hirschbichler und Claudia Pechstein konkrete Medaillenchancen.

„Die EM gehört für mich zur Vorbereitung auf Olympia. Nach dem Rad-Trainingslager auf Mallorca haben wir über die Feiertage in Inzell gut trainieren können“, so Dufter. „Ich freue mich auf die Rennen und will mich weiter technisch verbessern. Das steht bei mir immer ganz oben auf der Liste. Konkrete Ziele für dieses Wochenende habe ich nicht. Ich will gute Läufe machen, mein Fokus liegt auf Olympia“, so Roxanne Dufter. shu

Artikel 5 von 11