Eishockey-Oberliga Süd

Spitzenspiele und Fan-Invasion aus Selb

von Redaktion

Starbulls: Im heutigen Heimspiel gegen die „Wölfe“ werden bis zu 1000 Gäste-Fans erwartet

Rosenheim – Das Topspiel des 29. Spieltages in der Eishockey-Oberliga findet heute, 19.30 Uhr, definitiv in Rosenheim statt. Spitzenreiter Starbulls Rosenheim empfängt den Tabellenvierten Selber Wölfe im Emilo-Stadion. Die Gäste liegen nur drei Punkte hinter den Starbulls zurück, haben allerdings ein Spiel weniger absolviert (das Heimspiel gegen Waldkraiburg muss wiederholt werden), haben die letzten fünf Spiele gewonnen und die Porzellanstädter besiegten die Rosenheimer im Heimspiel mit 8:4.

„Das war vom Ergebnis eine klare Sache und das wollen wir heute wieder richtig- stellen“, erklärte Starbulls-Coach Manuel Kofler. Die Partie in Selb war vom Spielverlauf nicht so klar wie es das Ergebnis aussagt, denn die Rosenheimer hielten bis zur 45. Minute ein 4:4, ehe „individuelle Fehler bestraft wurden, so Kofler. Gegen die Offensiv-Power der Selber darf man sich keine Schnitzer erlauben, denn die werden von den fünf Topscorern gnadenlos ausgenützt. Der Deutsch-Kanadier Jared Mudryk (34 Jahre/53 Scorer-Punkte in der laufenden Saison, 782 in der Oberliga total), Kyle Piwowarczyk (34 Jahre/41 Scorerpunkte), der gebürtige Bad Aiblinger Herbert Geisberger (32 Jahre/40 Scorerpunkte) Ian McDonald (22 Scorerpunkte in nur 14 Spielen) und auch der Deutsch-Kanadier Landon Gare (39 Jahre/32 Punkten) haben eine eingebaute Torgarantie. Gare weist als nur viertbester Scorer der Selber Wölfe noch eine bessere Ausbeute auf als Rosenheims derzeit punktbester Akteur Michael Baindl (31 Scorerpunkte, 28 Spiele).

„Wir müssen versuchen die Schlüsselspieler der Selber auszuschalten und das kann jede unserer drei Reihen“, ist Manuel Kofler auch deshalb selbstbewusst, weil es den Rosenheimern bislang in den meisten Fällen gelungen ist die besten Spieler der gegnerischen Teams weitgehend zu neutralisieren.

Ob da im heutigen Spiel zumindest Michael Fröhlich und Jussi Nättinen wieder mithelfen können, stellte sich erst nach dem gestrigen Abschlusstraining heraus. „Die beiden versuchen es, beide wollen spielen, aber ob es reicht, wird man sehen“, so Kofler, der defintiv weiter auf Petri Lammassaari (hartnäckiger Grippe-Virus), Andreas Nowak und Peter Lindlbauer verzichten muss. Ein entscheidender Faktor in diesem Spiel könnte auch das Mitwirken von Torhüter Lukas Steinhauer sein. „Er spielt und das gibt uns natürlich noch zusätzliche Sicherheit in der Defensive,“ erklärte Kofler.

Nicht nur auf dem Eis, sondern auch auf den Rängen dürfte es eine heiße und hoffentlich faire Auseinandersetzung geben, denn die Selber reisen mit voraussichtlich 1000 Fans nach Rosenheim an. Größtenteils kommt die „Invasion aus Oberfranken“ mit einem Sonderzug, aber auch viele Busse und Privatfahrer steuern am Freitag Rosenheim an, um ihre Mannschaft lautstark zu unterstützen.

Am Sonntag, 18.30 Uhr, steht für die Starbulls am 30. Hauptrundenspieltag ein weiteres Topspiel auf dem Programm. Die Grün-Weißen gastieren beim Deggendorfer SC, der nach wochenlanger Dominanz an der Tabellenspitze kurz vor Silvester von den Starbulls abgelöst wurde – auch, weil mit Andreas Gawlik und Kyle Gibbons Leistungsträger ausfielen, die aber am Sonntag wieder dabei sind. Manuel Kofler zu den schweren Aufgaben: „Natürlich wollen wir die Tabellenführung verteidigen, und mit dieser Einstellung wird das Team auch in die Spiele gehen. Wenn die Mannschaft ans Limit geht, können wir auch gegen diese starken Gegner gewinnen. Es wird sicher eine herausragende und stimmungsvolle Kulisse geben.“ bz/mh

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